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Bibliographische Angaben zur Publikation

Burnout-Risiko von Lehramts- und Jurastudierenden der Anfangssemester


Autor/in:

Römer, Jasmin; Rauin, Udo; Drews, Frauke [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2012, Volume 7 (Issue 3), Seite 203-208, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2012



Abstract:


Hintergrund:

Ausgangspunkt der Studie ist die Vermutung, dass der Anteil an Lehramtsstudierenden, die bereits zu Beginn ihres Studiums ungünstige personale Merkmale besitzen, im Vergleich zu anderen Studiengängen besonders hoch ist. Der Zugang zum Studium wäre nach dieser Auffassung zu wenig selektiv. Spätere berufliche oder gesundheitliche Beeinträchtigungen wären somit auch als ein Produkt unpassender Selbstselektion in ein anspruchsvolles Berufsfeld zu interpretieren. Vergleichbar geringe Zugangsbeschränkungen findet man für das Jurastudium. In dieser Untersuchung sollen zentrale personale Risikofaktoren der Burnout-Entstehung von Lehramts- (n=293) mit Jurastudierenden der Anfangssemester (n=348) verglichen werden.

Methode:

Die Studierenden wurden mit der Kurzform des Fragebogens zu den arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern (AVEM) zu ihren Ressourcen sozialen und personalen Ressourcen im Umgang mit Belastungen befragt. Ergänzend dazu wurden mit einer Kurzversion der Utrecht Work Engagement Scale - Students (UWES-S) affektiv-kognitive Gemütslagen beim Studieren erhoben.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse unterstützen nur zum Teil bereits durchgeführte Untersuchungen, wonach Lehramtsstudierende häufiger als andere Studierendengruppen ungünstigere Verhaltens- und Erlebensmuster im Umgang mit Belastungen zeigen. Der größte Unterschied zwischen Lehramts- und Jurastudierenden zeigt sich im Bereich Engagement. Lehramtsstudierende erleben sich als weniger engagiert und berichten von einer geringeren Freude beim Studieren.

Schlussfolgerungen:

Die Ergebnisse modifizieren die Annahme von einer negativen Selbstselektion seitens der Lehramtsstudierenden. In beiden Gruppen befinden sich zu etwa 38% hoch belastete Studierende.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Burnout risk for freshman undergraduates of teaching and law


Abstract:


Background:

The present study was based on the hypothesis that the rate of freshman students with problematic personal characteristics is especially high for students who study teaching. Therefore, access to studying education and teaching may be insufficiently selective so that future impairments to health could be ascribed to inappropriate occupational choice. Similar unselective entrance restrictions also exist for law studies. The aim of this work was to investigate important personal risk factors of burnout development and compare them between freshman students studying for teaching (n=293) and law degrees (n=348) during the first and second semesters.

Method:

Using the standardized short version of the Occupational Stress and Coping Inventory (AVEM) students were asked about their personal and social resources in coping with stress factors. In addition a short version of the Utrecht Work Engagement Scale - Students (UWES-S) was used to measure affective-cognitive states while studying.

Results:

The results only partially support previous research results on student teachers which showed that they have unfavourable occupational stress and coping styles more often than other study comparison groups. The main difference between teaching and law students was shown in the domain of engagement. Students studying for a teaching degree considered themselves less engaged and reported less pleasure while studying.

Conclusions:

The results modify the hypothesis of a negative self-selection regarding teaching students. In both groups nearly 38% were identified as highly stressed students.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8462


Informationsstand: 11.04.2017

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