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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erwartete und tatsächliche Hemmnisse und Lösungen für und in der Ausbildung von Menschen mit Behinderung aus Unternehmenssicht


Autor/in:

Metzler, Christoph; Seyda, Susanne


Herausgeber/in:

Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik - IBW; Büchter, Karin; Kremer, H.-Hugo [u. a.]


Quelle:

bwp@ - Berufs- und Wirtschaftspädagogik online, 2016, Ausgabe 30, Hamburg: Eigenverlag, Online-Ressource, ISSN: 1618-8543


Jahr:

2016



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Abstract:


Inklusion von Jugendlichen mit Behinderung in der dualen Ausbildung wird in jedem vierten ausbil­dungsaktiven Unternehmen praktiziert, dennoch stellt sie Unternehmen vor Herausforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie auf der Basis einer Befragung von Personalverantwortlichen aus 1.385 Unternehmen. Die Personalverantwortlichen entscheiden nicht nur über die Besetzung von Ausbildungs­stellen, sondern gestalten auch die innerbetrieblichen Ausbildungsbedingungen und bestimmen somit indirekt über Bildungsbarrieren und Teilhabechancen.

Die Ergebnisse legen nahe, dass neben sozialen Motiven auch personalwirtschaftliche Motive eine wichtige Rolle bei der Entscheidung spielen, Menschen mit Behinderung auszubilden. Zudem wurde eruiert, welche Hemmnisse Unternehmen bezüglich der Inklusion sehen, welche Unterstützungsmaßnahmen sie nutzen und welche sie als hilfreich bewerten. Schließlich lassen sich aus der Gegenüberstellung von Unternehmen, die bereits Erfahrung mit der Ausbildung von Menschen mit Behinderung haben, und Unternehmen, die bisher keine Menschen mit Behinderung ausgebildet haben, wichtige Rückschlüsse auf die tatsächlichen und befürchteten Hemmnisse ziehen und Ansatzpunkte für die Verbesserung der Inklusionsbedingungen aufzeigen. Als zentrale Ergebnisse finden sich hier bezüglich der Hemmnisse Kontaktprobleme zwischen Unternehmen und Jugendlichen mit Behinderung und hinsichtlich der Unterstützungsmaßnahmen die Bedeutung der Nachhilfe wieder.

Anhand multivariater Analysen wird gezeigt, welche Charakteristika Unternehmen auszeichnen, die Jugendliche mit Behinderung ausbilden. Neben Strukturvariablen wie Anzahl und Qualifi­kation der Mitarbeiter wurden dabei auch allgemeine Ausbildungsmotive, Rekrutierungsprobleme, Kontakt zu Menschen mit Behinderung im Unternehmen und soziales Engagement berücksichtigt. Die Ergebnisse legen nahe, dass Unternehmen mit persönlicher Erfahrung mit Menschen mit Behinderung in der Belegschaft diese auch häufiger ausbilden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Expected and Actual Impediments and Solutions to and in Training People with Disabilities from a Company's Perspective


Abstract:


One in four companies that take on trainees practises inclusion of young people with disabilities in the dual education system. This inclusion nevertheless remains a challenge. This is the result of a study con­ducted on the basis of interviews with HR staff at 1,386 companies. HR staff not only make decisions when it comes to hiring trainees but also influence internal training conditions and thus indirectly deter­mine barriers to and opportunities for education and integration.

The results suggest that beside social motives, personnel management motives may also play an important part in the decision to take on peo­ple with disabilities as trainees. In addition, it was determined which barriers companies see with regard to inclusion, which supportive measures they use and which ones they consider helpful. Finally, com­paring companies that already have experience in training people with disabilities to companies that have no such experience allows us to draw important conclusions with regard to actual and feared barriers and to identify points where inclusion conditions can be improved. Results show that contact problems between companies and young people with disabilities are the main barrier, while the most important supportive measure is private tutoring.

Multivariate analyses are used to indicate the characteristics that distinguish companies which take on young people with disabilities as trainees. Beside structural varia­bles, such as number and qualifications of employees, the general motives for training, recruitment problems and contact to people with disabilities within the company as well as social commitment were also considered. The results suggest that companies that have personal experience with people with disa­bilities among their staff are also more likely to take them on as trainees.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


E-Mail: Online-Fachjournal bwp@ - Berufs- und Wirtschaftspädagogik online
Homepage: https://www.bwpat.de/
***Open access / Freier Zugang zu den Beiträgen des Online-Fachjournals***

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8346


Informationsstand: 12.09.2016

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