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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitanden-Management-Kategorien (RMK) und ihr Nutzen zur Erkennung von besonderen beruflichen Problemlagen im Rahmen der Zuweisungssteuerung der Deutschen Rentenversicherung


Autor/in:

Spyra, Karla; Köhn, Stefanie; Vorsatz, Nadine


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 2010, 23. Jahrgang (Heft 86), Lengerich: Pabst Science Publishers, ISSN: 0933-842X


Jahr:

2010



Abstract:


Die Zuweisungssteuerung stellt Kostenträger wie die Deutsche Rentenversicherung in den letzten Jahren vor zunehmende Herausforderungen: So ist es auf der einen Seite zu einer Zunahme des Bedarfs an immer komplexeren Leistungen in der Rehabilitation gekommen, auf der anderen Seite wurden immer neue Behandlungsmöglichkeiten und Versorgungskonzepte in den Rehabilitationseinrichtungen entwickelt, die das typische Einrichtungsprofil deutlich verändert haben. Von Ausnahmen abgesehen, fehlt es bisher jedoch an geeigneten Instrumenten, die es gestatten würden, den Behandlungsbedarf von Reha-Antragstellern differenzierter als bisher zu messen und ihm entsprechende Behandlungsangebote zuzuordnen. Das bezieht sich sowohl auf die Bedarfslagen von Rehabilitanden insgesamt als auch auf deren Bedarf an Maßnahmen bei besonderen beruflichen Problemlagen.

Ein neuer wissenschaftlicher Ansatz hierzu wurde mit dem Konzept der 'Rehabilitanden-Management-Kategorien' (RMK) entwickelt. Mit den RMK steht erstmals ein Instrumentarium zur Verfügung, das es erlaubt, Unterschiede im Behandlungsbedarf bei typischen Gruppen von Patienten einer Rehabilitationsklinik vor Beginn der Maßnahme zu messen und für die Therapiesteuerung zu nutzen. Für die zentrale Zuweisungssteuerung der Deutschen Rentenversicherung wurde darüber hinaus ein Kurzinstrument, das RMK-Screening, entwickelt. Es ermöglicht die Vorabschätzung von Unterschieden im Leistungsbedarf bereits bei Reha-Antragstellern, so dass die Zuweisung in eine geeignete Reha-Einrichtung noch gezielter erfolgen kann. Dabei können unter anderem auch besondere berufliche Problemlagen von Versicherten bereits im Reha-Antragsverfahren erkannt und - anders als bei den bisher zumeist ausschließlich berufsbezogenen Screenings - im Kontext der gesamten Beeinträchtigung erfasst werden.

Die Passfähigkeit von RMK-Screening und klinikbezogenem RMK-Assessment wird derzeit in einem Forschungsprojekt der Deutschen Rentenversicherung Bund an einer Kohortenstichprobe von Reha-Antragstellern personenbezogen geprüft.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation
Homepage: https://www.psychologie-aktuell.com/index.php?id=praxis

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Referenznummer:

R/ZA6889


Informationsstand: 06.06.2013

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