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Bibliographische Angaben zur Publikation

Prognosen zum Erfolg berufsgenossenschaftlicher Heilverfahren bei unfallverletzten Patienten


Autor/in:

Romer-Raschidi, Karin; Rupp, Kathrin; Rogge, Klaus-Eckart [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 2013, 26. Jahrgang (Heft 91), Lengerich: Pabst Science Publishers, ISSN: 0933-842X


Jahr:

2013



Abstract:


Die Zielsetzung der Studie bestand in der Erstellung einer integrierenden, evaluierten Befundaufnahme (IST-Zustand) von medizinischen, psychologischen und sozialen Faktoren, die als Grundlage für Prognosen über Erfolg oder Misslingen von unfallchirurgischen Reha-Maßnahmen in berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren dienen konnte.

Die Vorhersagen sollten zur Optimierung des Reha-Monitoring und zur Minderung der finanziellen Aufwendungen beitragen. Von N = 108 Patienten wurden auf fachkompetent ausgearbeiteten Merkmalslisten und psychometrischen Testverfahren Detailinformationen zum medizinischen, psychologischen und sozialen Status zu Beginn der Rehabilitation erhoben. Zur Steigerung der Prognosegüte wurde eine Disaggregation der Gesamtpatientenstichprobe per hierarchischer Clusteranalyse (Ward-Algorithmus) vorgenommen, die drei voneinander unterscheidbare Patientengruppen erbrachte. Für das gesamte Patientenkollektiv und für zwei der drei Gruppen (Ausfall einer Gruppe wegen zu geringer Besetzungszahl) wurden separat Prognosemodelle auf regressionsanalytischer Basis erstellt. Kriteriumsvariablen waren die Erfolgs- und Zufriedenheitseinschätzungen der Patienten und der BG-Sachbearbeiter sowie die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit.

Als prognosetauglich erwiesen sich verschiedene Merkmale wie beispielsweise Depressionsneigung, Schmerzintensität, Motivation und Leistung, günstiges Arbeitsumfeld, Ausmaß von Einschränkungen im Berufs- und Privatleben. Sehr positiv verlief auch die Vorhersage des Einzelkriteriums Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit durch Prädiktoren (Belastung, Depressionsneigung, Einschränkungen, günstiges Arbeitsumfeld, Lebenszufriedenheit, Motivation und Leistungsbereitschaft, Schmerz und soziale Unterstützung), die sich auch in den anderen formalen Modellen für die Prognose bewährt hatten. Darüber hinaus konnten mit Diskriminanzanalysen Merkmalskomplexe gefunden werden, die es erlauben, nicht erfolgreiche von erfolgreichen Reha-Prozessen zu unterscheiden.

Die Erkenntnisse aus der Forschungsstudie lieferten Ansätze für weitere Forschungsarbeiten und Beziehungen zu möglichen Monitoring-Strategien.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation
Homepage: https://www.psychologie-aktuell.com/index.php?id=praxis

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Referenznummer:

R/ZA6886


Informationsstand: 06.06.2013

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