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Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychosoziale Beratung Behinderter im Arbeitsleben

Probleme - Konzepte - Erfahrungen



Autor/in:

Mühlum, Albert


Herausgeber/in:

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. (DV)


Quelle:

Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, 1990, 21. Jahrgang (Nummer 2), Seite 113-115, Frankfurt am Main: Eigenverlag, ISSN: 0340-3564


Jahr:

1990



Abstract:


Die prekäre Situation Behinderter im Arbeitsleben und insbesondere Störungen und Gefährdungen des Arbeitsverhältnisses aufgrund seelischer Behinderung erfordern eigenständige Antworten. Mit der Novellierung des SchwbG (1986) ist diese Aufgabe auch gesetzlich definiert und von den Landeswohlfahrtsverbänden in unterschiedlichen Modelleinrichtungen erprobt worden.

Die Stiftung Rehabilitation schuf im Auftrag des LWV Baden die 'psb Heidelberg', die sich von den vorherrschenden psychologisch-therapeutischen Beratungsangeboten unterscheidet. Sie erprobt zum einen die Vernetzung präventiver, rehabilitativer und nachgehender Hilfen im Sinne einer Rehabilitationskette und verfolgt zum anderen eine bewusst ganzheitliche Arbeitsweise, bei der Betrieb, Klient und Umfeld stets in ihrer dynamischen Wechselwirkung gesehen werden.

Damit wird auch eine Forderung aufgegriffen, die künftig verstärkt bei allen Bemühungen zur beruflichen Eingliederung Behinderter gelten wird, nämlich die Beratung und Begleitung behinderter Arbeitnehmer mit der Beratung und Begleitung der Betriebe verbinden. Die psychosoziale Beratung und Begleitung geht weit über Einzelfallhilfen und Therapie hinaus - ohne jedoch darauf verzichten zu können. Daher wird künftig eine multiprofessionelles Team als Standard in diesem Arbeitsfeld gelten müssen.

Die Wirksamkeit der verschiedenen Psychosozialen Beratungsstellen und Psychosozialen Dienste ist aufgrund der vorliegenden Daten noch nicht vergleichbar. Sie scheint jedoch im Grundsatz so unbestritten, dass mit einer flächendeckenden Einführung der Dienste in einigen Regionen schon begonnen wurde, andere werden nach Abschluss der Modellphase folgen. Für die 'Rehabilitationslandschaft' ist das zweifellos eine Bereicherung und für die Klienten wirkungsvolle Hilfe.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit
Homepage: https://www.deutscher-verein.de/de/der-buchshop-des-dv-archi...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA5995


Informationsstand: 31.08.1994

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