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Bibliographische Angaben zur Publikation

Visitenkarte mit Braille-Schrift

Wie ein blinder Anwalt seinen Beruf ausübt



Autor/in:

Bock, Oliver


Herausgeber/in:

Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH


Quelle:

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 1998, Nummer 64, Seite 15, Frankfurt am Main: FAZ GmbH


Jahr:

1998



Abstract:


Mit Hilfe moderner Computertechnik ist es einem blinden Anwalt möglich, seinen Beruf auszuüben: mit einem Scanner werden Aktentexte in den Speicher eingelesen, ein Punktschriftboard ermöglicht das Ertasten der Bildschirmzeilen.

Die Arbeitsleistung ist zwar geringer als die seiner sehenden Kollegen, dafür ist er schneller und besser im Umgang mit dem Computer.

Für den Arbeitgeber ist die Beschäftigung des Blinden ein Experiment, auf das er sich aufgrund öffentlicher Zuschüsse einließ. So übernahm die Zentrale Arbeitsvermittlungsstelle (ZAV) in Frankfurt die Investitionskosten für den speziellen Arbeitsplatz von rund 150.000 Mark.

Die Förderung der ZAV ist auf drei Jahre befristet, die berufliche Zukunft des Anwalts bleibt daher ungewiss. Erfolgt eine Übernahme in ein festes Angestelltenverhältnis, bleibt das Risiko für den Arbeitgeber allerdings hoch, denn das Schwerbehindertengesetz macht dann eine Entlassung schwieriger. Das Gesetz zum Schutz der Behinderten verkehre sich auf diese Weise ins Gegenteil, so der Arbeitgeber.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Visiting card in braille

How a blind lawyer practises his profession

Abstract:


It is possible for a blind lawyer to practise in his profession with the aid of modern computer technology: File texts are stored using a scanner, a braille board makes it possible to feel the lines on the monitor. The work achievement is less than his sighted colleagues, he is however faster and better in dealing with the computer. For an employer employing blind people is an experiment which he can participate in due to public subsidies.

The Central Job Provision Office (ZAV) in Frankfurt covered the investment costs of around 150.000 German marks for the special workplace. The support of the ZAV is limited to three years, the professional future of the lawyer therefore remains uncertain.

If afterwards he is taken on in a permanently employed position, the risk for the employer remains high as the severely disabled law makes dismissal more difficult. The law for the protection of the disabled operates here in the opposite way for the employer.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
Homepage: https://www.faz.net/

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Referenznummer:

R/ZA5812


Informationsstand: 02.11.1997

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