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Bibliographische Angaben zur Publikation

Themenheft: Louis-Braille-Jahr 2009


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik e.V. (VBS)


Quelle:

blind - sehbehindert, 2010, 130. Jahrgang (Ausgabe 1), Würzburg: edition bentheim, ISSN: 0176-7836


Jahr:

2010



Abstract:


[Editorial]:
In Heft 1/2010 beschließen wir die Beiträge zum Louis-Braille-Jahr. Markus Lang stellt die Entwicklung der Brailleschrift bis zur Gegenwart zusammen. Auch die Gründer der ersten Blindenschulen wollten die soziale Isolierung blinder Menschen vermeiden. Heraus kam dabei zunächst, dass man dies nur durch die vergrößert und erhaben dargestellte Schwarzschrift der Sehenden erreichen zu können glaubte.

Der Weg, die Entwick-lung von den für den taktilen Leseprozess äußerst ungeeigneten Buchstaben zum Punktschriftsystem von Louis Braille 1825 wird beschrieben. Zuspruch fand die Punktschrift unter den Blinden, aber lange nicht bei den Blindenpädagogen. Der Kampf um deren Anerkennung, schließlich deren Siegeszug und die Entwicklung verschiedener Punktschriftsysteme bis zur Eurobraille werden in anschaulicher Weise dargestellt.

Eine in Deutschland noch relativ unbekannte Sportart ist der Blindenfußball. Martin Giese und Peter Gössmann stellen hiermit eins der wenigen Mannschaftsspiele für Blinde vor, berichten von bereits durchgeführten Meisterschaften und beschreiben, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um Verletzungen auszuschließen und durch welche Spiel- und Übungsformen der Einstieg in dieses abwechslungsreiche, bewegungsintensive Spiel voller Dynamik erleichtert werden kann.

Aus dem Bereich der Low-Vision-Rehabilitation berichten Markus Sutter (Bern) und Hans-Werner Wahl (Prof. Dr., Leiter der Abteilung für psychologische Alternsforschung am psychologischen Institut der Univer-sität Heidelberg) über eine Untersuchung von Patienten mit AMD (altersabhängige Makuladegeneration).

Die visuellen Funktionseinbußen und psychosozialen Anpassungsleistungen der Patienten werden be-schrieben. Als Ergebnis wird die Bedeutung der drei zentralen Low-Vision-Rehabilitationsinhalte Vergröße-rung, Licht und Kontrast bestätigt und zusätzlich die Notwendigkeit herausgestellt, die psychosoziale An-passung an die Sehbehinderung zu berücksichtigen und zu messen, um ein bedarfsgerechteres Low-Vision-Interventionskonzept zu ermöglichen.

Die VBS-Informationen enthalten Tagungsberichte verschiedener Arbeitsgemeinschaften: AG Integration (Fuldatal), AG Bewegung und Sport (Marburg) und AG Frühförderung (Boppard). Es folgt der Fortbildungs-kalender der Arbeitsgemeinschaften. Die Hinweise enthalten Berichte über den erfolgreichen Abschluss einer Weiterbildungsmaßnahme im Bereich 'Förderung bei Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung'. Über die Verschmelzung des Vereins zur Förderung der Blindenbildung e.V., gegründet 1876 mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. (BVN) berichtet Günter C. Althans. Reinhard Apelt weist auf eine Hilfe zum Erschließen von Kurzschrifttexten in Braille hin.

In der Rubrik Persönliches wird über die Ruhestandsversetzung von Bernd Herrlich (Waldkirch) berichtet. Drei 80-Jährige werden gewürdigt, die an verschiedenen Stellen gewirkt, aber gemeinsam die Blinden- und Sehbehindertenpädagogik jahrzehntelang geprägt haben: Gerhard Jeschke, Waldtraut Rath, Margarete Tanner. An die Arbeit und das Lebenswerk von Uwe Benke wird in einem Nachruf erinnert.

In der Zeitschriftenschau wird auf Beiträge in verschiedenen deutsch- und englischsprachigen Fachzeitschriften hingewiesen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


blind - sehbehindert
Homepage: https://www.vbs.eu/de/publikationen/zeitschrift-blind-sehbeh...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA5167


Informationsstand: 14.07.2010

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