Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Schwerpunktthema: Blinden- und Sehbehindertenpädagogik


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik e.V. (VBS)


Quelle:

blind - sehbehindert, 2009, 129. Jahrgang (Ausgabe 4), Würzburg: edition bentheim, ISSN: 0176-7836


Jahr:

2009



Abstract:


[Editorial]:
Beim Wechsel von der Schule in die Ausbildung oder in das Berufsleben stoßen blinde und sehbehinderte junge Menschen auf verschiedenste erhebliche Hindernisse. Ursula Hofer und Corinne Wohlgensinger berichten über die Ergebnisse eines Forschungsprojekts der Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich.

Bei der Frage, wie jugendliche blinde Menschen schwierige Situationen beim Wechsel von der Schule in den Beruf meistern, hängt es weitgehend davon ab, welche Ressourcen und Bewältigungsstrategien sie nutzen. Hier werden hohe Anforderungen an die betroffene Person, aber auch an die Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen gestellt. Der Beitrag schließt mit zusammenfassenden Schlussfolgerungen, was sehbehinderte und blinde junge Menschen im Übergang in Ausbildung und Erwerbsleben brauchen.

Paul Nater, Doreen Kolaschinsky, Nasser Said Gomaa Abd El-Rasheed stellen eine Studie der Humboldt-Universität zu Berlin über soziale und Persönlichkeitseigenschaften sehgeschädigter Kinder im Vergleich zu Nichtsehgeschädigten vor. Berichtet wird unter anderem über eine empirische Studie, die mit der Vorgabe einer Schrittfolge in Form von Handlungsanweisungen für die Förderung sozialer Kompetenz endet.

Eltern blinder Kinder stehen im Entscheidungszwang für eine integrative oder Spezialbeschulung, wenn der Besuch einer weiterführenden Schule zur Debatte steht. Kurt Jacobs berichtet über die Ergebnisse einer empirischen Studie und stellt zunächst die Einbindung der blinden SchülerInnen im integrativen Unterricht der Regelschule dar und schildert die Gründe für die elterliche Entscheidung, ihr blindes Kind in einer gymnasialen Spezialschule für Blinde und Sehbehinderte unterrichten zu lassen. Abschließend stellt er die Vor- und Nachteile der Spezialbeschulung im Vergleich zur vorherigen integrativen Regelbeschulung gegenüber.

Die Umsetzung der UN-Konvention zur Entwicklung der 'Schule für alle' wirft immer dringender die Frage nach der adäquaten Unterrichtung blinder und sehbehinderter Schülerinnen und Schüler auf. Überlegungen zu Evaluationskriterien stellen Friederike Beyer und Ute Busch an und berichten im Auftrag eines Arbeitskreises der Leiterinnen und Leiter von Bildungsseinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte. Es sollte ein praxisnahes handhabbares Evaluationsinstrument für den Unterricht blinder und sehbehinderter Schülerinnen und Schüler erarbeitet werden, anwendbar für jeden Lernort. Die Jahresversammlung des Arbeitskreises der Leiterinnen und Leiter stimmte im Mai 2009 den erarbeiteten Kriterien zu.

Im Louis-Braille-Jahr 2009 rückt die Punktschrift immer wieder in den Mittelpunkt. Ulrich Kalina und Thomas Kalisch befassen sich mit den verschiedenen Arbeitstechniken beim Umgang mit der Brailleschrift, wenn sie die Frage beantworten: 'Brauchen wir im Notebook-Zeitalter noch Punktschrift auf dem Papier?' Als Ergebnis der Gegenüberstellung der Arbeitstechniken wird deutlich, dass die verschiedenen möglichen Arbeitstechniken und Medien sich nicht ausschließen oder überflüssig machen, sondern sich sinnvoll ergänzen.

Es folgen Berichte aus den Arbeitsgemeinschaften und über eine Tagung des ICEVI in Dublin. Die Hinweise enthalten einen Bericht über das Musiknotenprojekt DaCapo und über die DAISY-Technologie, die es ermöglicht, blinden und sehbehinderten Menschen zeitnah Buch- oder Zeitschrifteninhalte in Braille oder Großdruck anzubieten. Unter Persönliches folgt ein Nachruf zum Tode von Franz Saxler (Neuwied).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


blind - sehbehindert
Homepage: https://www.vbs.eu/de/publikationen/zeitschrift-blind-sehbeh...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA5166


Informationsstand: 14.07.2010

in Literatur blättern