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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Verhältnis von Prävention, Rehabilitation und Erwerbsminderungsrenten nach neuem Recht


Autor/in:

Reimann, Axel


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zeitschrift für Sozialreform (ZSR), 2003, 49. Jahrgang (Heft 3), Seite 461-473, Wiesbaden: Chmielorz, ISSN: 0514-2776


Jahr:

2003



Abstract:


Der Autor kommt zu der Ansicht, dass das Verhältnis von Rehabilitation und Erwerbsminderungsrenten durch die neueren Gesetzesänderungen im Wesentlichen unverändert geblieben ist. Dagegen haben die grundlegenden Ziele des neuen SGB IX - die Förderung der Selbstbestimmung und Partizipation, die Koordination, Kooperation und Konvergenz in der Rehabilitation und der Vorrang der Prävention - grundlegende Auswirkungen auf das Verhältnis von Prävention und Rehabilitation und insbesondere auf die Art und Weise der Durchführung rehabilitativer Leistungen.

Daneben werde aber auch die Einführung der Disease-Management-Programme (DMP) sowie des neuen Fallpauschalensystems 'Diagnosebezogene Fallgruppen'(DRG) nicht ohne Auswirkungen auf die Prävention und die Rehabilitation bleiben. Nach übereinstimmenden Aussagen aller Experten werde der Bedarf an Rehabilitationsleistungen zukünftig weiter zunehmen. Dies hänge unter anderem mit der Zunahme chronischer Erkrankungen sowie mit demografischen Entwicklungen zusammen.

Ein wesentlicher, zukünftiger Ansatz werde daher auch sein, die betriebliche Gesundheitsförderung auszubauen. Dabei werde ein Schwerpunkt bei den älteren Arbeitnehmer liegen, für die weitere Maßnahmen der betrieblichen Integration und Gesundheitsförderung hinzutreten müssen. Die Rentenversicherung unterstützt die frühzeitige Einleitung der Gesundheitsförderung in den Betrieben und beteiligt sich zum Beispiel an dem diesbezüglichen Förderschwerpunkt der Bertelsmann Stiftung.

Dem wachsenden Bedarf, der sich durch das SGB IX mit seiner Forderung nach einer stärkeren präventiven Ausrichtung der Rehabilitation noch erhöhen wird, stünden allerdings nur begrenzte Mittel gegenüber. Die Rehabilitation stehe, so Reimann, wie das gesamte Gesundheitssystem vor der Herausforderung, den steigenden Bedarf und die erhöhten Anforderungen an die Rehabilitation mit den begrenzten finanziellen Möglichkeiten so in Übereinstimmung zu bringen, dass sich die erreichte Qualität und Effektivität der Rehabilitation auch im Hinblick auf präventive Aspekte möglichst weiter erhöht, zumindest aber nicht eingeschränkt wird. Der von der Rentenversicherung beschrittene Weg einer permanenten Weiterentwicklung und Qualifizierung der Rehabilitation sei daher ohne Alternative.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Zeitschrift für Sozialreform (ZSR)
Homepage: https://www.degruyter.com/view/j/zsr

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Referenznummer:

R/ZA5096


Informationsstand: 23.01.2013

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