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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gesunde Arbeit in kleinen und mittleren Unternehmen

Eine repräsentative Studie zum Stand der Umsetzung des Gesundheitsmanagements



Autor/in:

Zelfel, Rudolf C.; Alles, Torsten; Weber, Andreas [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2009, 71. Jahrgang (Heft 6), Seite A268, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2009



Abstract:


Hintergrund:

Das iqpr GmbH führt das Projekt 'Gesunde Arbeit' durch, das vom BMAS gefördert wird. In diesem Rahmen erfolgte eine repräsentative Befragung von 1441 kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland. In der Studie wurden Stand, Umsetzung und Beratungsbedarf bei KMU in folgenden Themenbereichen erhoben: Betriebliches Gesundheitsmanagement, Umsetzung der Anforderungen des demografischen Wandel sowie die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen.

Methoden:

Die Items wurden aus den genannten Handlungsfeldern erarbeitet. Im CATI-Verfahren wurden 1441 Betriebe unter 250 Beschäftigten in sieben Regionen der Bundesrepublik und in vier Betriebsgrößenklassen in folgenden Themenbereichen befragt: Betriebsstruktur, Beschäftigungsstruktur, Gesundheitsstatus im Betrieb, Betriebliche Unterstützungssysteme, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung, Demografischer Wandel, Beratungsbedarf der Unternehmen in Bezug auf die genannten Handlungsfelder.

Ergebnisse:

Die Fehlzeiten der Beschäftigten werden nur zum Teil systematisch erfasst bzw. analysiert. Es ist anzunehmen, dass das Betriebliche Eingliederungsmanagement nicht oder zu spät eingeleitet wird. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement ist bei 83 Prozent der Kleinstbetriebe und 72 Prozent der Betriebe unter 50 Beschäftigten nicht bekannt. Noch unbekannter ist die bestehende gesetzliche Verpflichtung. Gesundheitsförderung und Prävention werden in der Breite möglicher Maßnahmen noch nicht umgesetzt. Gesundheitsförderung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie die Arbeitszeitgestaltung. Externe Hilfe zur Betrieblichen Gesundheitsförderung wird derzeit nur wenig in Anspruch genommen. Etwa die Hälfte befürchtet Auswirkungen des demografischen Wandels auf das eigene Unternehmen, ohne entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Diskussion:

Kleine und mittlere Unternehmen beschäftigen 68 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen ArbeitnehmerInnen. Im Gegensatz zu Arbeits- und Gesundheitsschutz sind die Handlungsfelder Betriebliche Gesundheitsförderung und Betriebliches Eingliederungsmanagement in Betrieben dieser Größe noch unterentwickelt. Die Ergebnisse belegen auf größerer statistischer Basis ähnliche Untersuchungen zum Beratungsbedarf. Die Studie zeigt aber auch, dass Betriebe dieser Größenordnung durchaus bereit sind, externe Hilfen für die Lösung dieser Probleme in Anspruch zu nehmen. Die Untersuchungen unterstützen das Projekt 'Gesunde Arbeit' an den sechs Standorten in der Bundesrepublik.

Literatur:

DNBGF (Hg.) (2008). Wirtschaftlich erfolgreich durch gute Arbeit. Betriebliche Gesundheitsförderung in KMU-Netzwerken. Essen: BKK Bundeserband.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA3993


Informationsstand: 18.02.2010

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