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Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychokardiologie in der stationären Rehabilitation


Autor/in:

Fuchs-Stritzek, Rita; Berger, Thomas


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Wiener Medizinische Wochenschrift (wmw), 2018, Volume 168 (Number 1/2), Seite 31-38, Wien: Springer, ISSN: 0043-5341 (Print); 1563-258X (Online)


Jahr:

2018



Abstract:


Psychische und soziale Gegebenheiten können Risikofaktoren für die Entstehung und den Verlauf kardiovaskulärer Erkrankungen darstellen. Depressivität, Angststörungen, Feindseligkeit, geringer sozialer Status, fehlende soziale Unterstützung sowie beruflicher oder familiärer Stress sind nämlich mit einem ungesunden Lebensstil, einer geringen Patientenadhärenz sowie mit Veränderungen autonomer Funktionen, der Hypothalamus-Hypophysen-Achse und weiterer endokriner Marker assoziiert.

Folglich sollen in der kardiologischen Rehabilitation neben somatischen Faktoren auch nach entsprechenden psychosozialen Risikofaktoren gescreent werden. Patienten und Patientinnen sollten bei Auffälligkeiten dem Klinischen Psychologen zwecks einer genaueren klinisch-psychologischen Diagnostik vorgestellt werden. Auf der Basis des klinisch-psychologischen Befundes sollte dem Patienten oder der Patientin eine entsprechende psychologische Weiterbetreuung (Entspannungstraining, Stressbewältigungstraining, Nikotinentwöhnung oder Einzelgespräche) angeboten werden.

Die psychologischen Einzelgespräche enthalten psychoedukative Elemente, ausgewählte Interventionen und einen Motivationsaufbau für weiterführende Behandlungen. Hinsichtlich der evidenzbasierten Interventionen sind die motivierende Gesprächsführung sowie die Handlungs- und Bewältigungsplanung besonders hervorzuheben. Die Wirksamkeit klinisch-psychologischer Interventionen ist klinisch evaluiert. Diese üben einen positiven Einfluss auf die kardiale Prognose aus. Aufgrund dessen muss der Stellenwert der Psychokardiologie in der stationären Rehabilitation weiter gestärkt werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Psychokardiologie in der stationären Rehabilitation


Abstract:


Psychosocial risk factors contribute to the development and progression of cardiovascular diseases. They are associated with an unhealthy lifestyle, low patient adherence, alterations in autonomic function and endocrine markers.

Thus, in cardiac rehabilitation, psychosocial risk factors should be assessed besides somatic factors. Patients with clinically significant symptoms ought to be referred for further psychological diagnostics. Depending on the findings, patients should be offered psychological interventions like relaxation training, stress management courses, smoking cessation programmes and individual counselling. Individual counselling includes psychoeducation, focused interventions and building motivation for further treatment.

With regard to evidence-based interventions, motivating communication as well as behaviour and coping planning deserves particular notice.In terms of clinical efficacy, psychological interventions are evaluated and partially effective on cardiac prognosis. Hence, the significance of psychocardiology in inpatient rehabilitation should be enhanced.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Wiener Medizinische Wochenschrift
Homepage: https://link.springer.com/journal/10354

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA3922


Informationsstand: 18.01.2019

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