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Bibliographische Angaben zur Publikation

Verknüpfung patientenzentrierter Therapieziele aus der ambulanten Physiotherapie mit der ICF


Autor/in:

Weinhold, W.; Karstens, Sven


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

physioscience, 2009, 5. Jahrgang (Heft 04), Seite 151-156, Stuttgart: Thieme, ISSN: 1860-3029 (Print); 1860-3351 (Online)


Jahr:

2009



Abstract:


Hintergrund:

Therapieziele spielen in der Physiotherapie eine wichtige Rolle. Im wissenschaftlichen Kontext wurden in der Vergangenheit bereits Ziele mit der ICF verknüpft, um zur verbesserten Vergleichbarkeit und Kommunikation der Gesundheitsberufe untereinander beizutragen. Die Ermittlung von Zielen erfolgte bisher aus Therapeutensicht und in stationären Einrichtungen, wobei die ambulante Therapie wie auch die Patientenperspektive unberücksichtigt blieben.

Ziel:

Die Untersuchung sollte anhand der ICF-Kategorien sowohl die Patientenziele in der ambulanten muskuloskelettalen Physiotherapie benennen als auch bedeutsame Unterschiede im Grad der Zielerreichung zum Therapieende gegenüber dem -beginn aufzeigen.

Methode:

Während einer prospektiven Erhebung in einem ambulanten Rehazentrum wurden 363 Patienten hinsichtlich ihrer subjektiven Hauptprobleme und Therapieziele befragt. Die Patientenaussagen wurden durch Verknüpfung mit der ICF kodiert und die Unterschiede am Therapieende gegenüber dem Beginn statistisch ausgewertet.

Ergebnisse:

Nahezu alle Patienten benannten Ziele und Hauptprobleme, dessen Ausprägungsgrade sich zum Therapieende gegenüber dem Beginn signifikant unterschieden. Die häufigsten ICF-Kategorien stimmten mit jenen aus Therapeutensicht anderer Untersuchungen überein. Darüber hinaus hatten Therapeuten einen breiteren Zielfokus, der sich aus den häufig Körperfunktionen und -strukturen betreffenden Interventionen ergibt.

Schlussfolgerungen:

Therapieziele eignen sich für eine schnelle und effektive Ergebnisevaluation. Die Therapiezielkategorien aus Patientensicht decken sich in den wichtigsten ICF-Kategorien mit Ergebnissen aus der Literatur.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Linking of Patient-Centred Therapy Goals with ICF in Outpatient Physiotherapy


Abstract:


Background:

In physiotherapy therapy goals play a vital role. In the past the goals were linked to the ICF in a scientific context to contribute to a better comparison and communication between health professions. To date therapy goals were evaluated from a therapist's point of view and in inpatient institutions ignoring outpatient treatment as well as patients' own perspectives.

Objective:

This study intended to determine the patients' goals during outpatient physiotherapy on the basis of ICF-categories as well as to portray statistically important goal changes during treatment progression.

Method:

During a prospective outpatient rehabilitation survey 363 patients were asked about their subjective main problems and therapy goals. These patient statements were linked to ICF coding and at the end of the therapy the results were compared with the original data.

Results:

At the end of the therapy nearly all patients mentioned goals and main problems significantly different to those at the beginning. The most named ICF-categories corresponded to physiotherapists' views of other studies. In addition, physiotherapists had a broader range of goals resulting from interventions concerning physical function and structures.

Conclusions:

Therapy goals are suitable for fast and effective result evaluation. The patients' therapy goal categories coincided with the most important ICF-categories of other results published in literature.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


physioscience
Homepage: https://www.thieme.de/de/physioscience/profil-11431.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA3658


Informationsstand: 14.01.2010

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