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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zielvereinbarungen in der Rehabilitation von PatientInnen mit Diabetes mellitus


Autor/in:

Glattacker, Manuela; Dudeck, Antje; Gustke, Matthias [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 2008, 21. Jahrgang (Heft 82), Lengerich: Pabst Science Publishers, ISSN: 0933-842X


Jahr:

2008



Abstract:


Das Thema Zielvereinbarung nimmt im Bereich der Rehabilitation seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert ein. Die empirische Datenlage hinsichtlich der Effektivität von Zielvereinbarungen ist demgegenüber eher begrenzt, und aktuelle Forschungsprojekte kommen zu dem Schluss, dass sich eine explizite Zielorientierung in der Rehabilitationspraxis noch nicht ausreichend durchgesetzt habe.

Vor diesem Hintergrund soll in dem Forschungsprojekt ParZivaR eine Intervention zur Verbesserung der Qualität der Zielvereinbarungen in der Rehabilitation entwickelt und evaluiert werden. Als Input für die Interventionsentwicklung wird die gegenwärtige Praxis der Zielvereinbarungen in der stationären medizinischen Rehabilitation exploriert.

Der Beitrag berichtet über erste Ergebnisse dieser IST-Analyse. Mit dem Fokus auf die Diagnosegruppe Diabetes mellitus werden dabei zunächst aus Sicht der RehabilitandInnen selbst sowie aus Sicht von BehandlerInnen 'typische Reha-Ziele' beschrieben.
Ferner werden aus der Perspektive der BehandlerInnen weitere für eine Interventionsentwicklung gegebenenfalls relevante Aspekte erfasst, so zum Beispiel der Nutzen, aber auch Barrieren hinsichtlich Zielvereinbarungen.

Den Ergebnissen liegen größtenteils Freitextanalysen von N=14 BehandlerInnen und N=23 RehabilitandInnen zugrunde. Die zentralen Ergebnisse lassen sich dahingehend zusammenfassen, dass sowohl die RehabilitandInnen als auch die BehandlerInnen eine Vielzahl von biopsychosozialen Zielbereichen benennen.

Die Zielkategorien der BehandlerInnen stimmen in einigen Bereichen sehr gut mit denen der PatientInnen überein, es lassen sich jedoch auch einige Unterschiede aufzeigen. Wenngleich die Zielbenennungen teilweise konkreter erfolgen als erwartet, liegt in einer noch stärkeren Konkretisierung Entwicklungspotenzial für Zielvereinbarungen.

Den größten Nutzen von Zielvereinbarungen sehen die BehandlerInnen in der Motivierung der RehabilitandInnen, die größten Barrieren werden ebenfalls in der (mangelnden) Motivation und in einem nicht ausreichenden Vorwissen der RehabilitandInnen in Bezug auf die Rehabilitation gesehen.

Aus den Ergebnissen lassen sich - auch unter Berücksichtigung der Evidenz aus vorliegender Literatur - Konsequenzen für mögliche Interventionen zum Thema Zielvereinbarungen ableiten.

[Kurzfassung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation
Homepage: https://www.psychologie-aktuell.com/index.php?id=praxis

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Referenznummer:

R/ZA3472


Informationsstand: 02.09.2009

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