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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitanden in der stationären beruflichen Rehabilitation - Merkmale und subjektive Einschätzungen


Autor/in:

Fehr, Manuela; Neupert, Bianka; Slesina, Wolfgang


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2006, 68. Jahrgang (Heft 7), Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2006



Abstract:


Hintergrund/Ziel:

Eine laufende Evaluationsstudie untersucht die Prozess- und Ergebnisqualität stationärer beruflicher Rehabilitation.

Methoden:

Stichprobe von 380 Rehabilitanden aus drei Berufsförderungswerken mit Umschulungsbeginn Sommer 2003.

Studientyp:

prospektive Kohorten-Verlaufsstudie. Für die Erhebungszeitpunkte Beginn (T1=100 Prozent), Mitte (T2=86 Prozent) , Ende der Umschulung (T3=78 Prozent) liegen die Daten der schriftlichen Rehabilitandenbefragungen vor.

Ergebnisse:

Die meisten Rehabilitanden kamen aus einem Fertigungs- (69 Prozent) oder Dienstleistungsberuf (20 Prozent). Die Umschulungen erfolgten primär zu einem Dienstleistungs- (55 Prozent) oder Fertigungsberuf (33 Prozent). Für 90 Prozent entsprach der Umschulungsberuf bei T1 ihren Wünschen, für 10 Prozent nicht. Bei T3 äußerten noch 7 Prozent Unzufriedenheit mit dem Umschulungsberuf. Hauptsächlich genannte Grunderkrankung bei T1 waren muskuloskelettale (63 Prozent) und psychische Erkrankungen (11 Prozent). Ungünstigste Subskalen beim Nottingham Health Profile waren Energieverlust (MW:22,5) und Schlafprobleme (MW: 23,3). Als häufigste Belastungen während der zweijährigen Rehabilitation wurden bei T3 angegeben: finanzielle Situation (60 Prozent), Gesundheitszustand (57 Prozent) und Entfernung nach Hause (54 Prozent). Die Quote der Reha-Abbrüche beziehungsweise Rückstufungen betrug bis T3 17 Prozent. Einige Teilnehmer (19 Prozent) hatten bei T3 bereits einen Arbeitsplatz in Aussicht, was insbesondere auf das betriebliche Praktikum zurückgeführt wurde. Die anderen 81 Prozent schätzten ihre Arbeitsplatzchancen zumeist als schlecht/sehr schlecht ein. Von ihnen haben 13 Prozent bei T3 einen Antrag auf EU-/BU-Rente gestellt.

Diskussion:

Die stationäre berufliche Rehabilitation beabsichtigt die vollständige Integration der Rehabilitanden in den ersten Arbeitsmarkt. Inwieweit die bisher ermittelten Ergebnisse für diesen Erfolg bedeutsam sind, wird in einer komplexen Prädiktionsanalyse genauer untersucht.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA2782


Informationsstand: 10.08.2006

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