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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Alkoholismus kann auch selbstverschuldet sein


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut des Deutschen Gewerkschaftsbundes


Quelle:

WSI-Informationsdienst Arbeit, 1988, Heft 2, Seite 4, Düsseldorf: Eigenverlag


Jahr:

1988



Abstract:


Der Artikel befasst sich mit den Auswirkungen eines vom Bundesarbeitsgericht gefällten Urteils zur Entgeltfortzahlungspflicht des Arbeitgebers an einen rückfällig gewordenen alkoholkranken Mitarbeiter. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit im medizinischen Sinne und wird somit entgeltfortzahlungsrechtlich ebenso behandelt.

Hat also der Arbeitnehmer eine Entziehungskur hinter sich, so ist er über die Gefahren und Risiken des Alkohols intensiv aufgeklärt worden. Wenn er trotzdem nicht abstinent bleibt, sondern sich wieder dem Alkohol zuwendet, so ist davon auszugehen, dass der Betreffende gröblich gegen die von einem verständigen Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhaltensweise verstößt und damit schuldhaft handelt.

Das Gericht sieht in einem solchen Falle nach dem Grundsatz der Billigkeit die Entbindung des Arbeitgebers von der Entgeltfortzahlungspflicht vor, da der Arbeitnehmer die erneute Arbeitsunfähigkeit durch Missachtung der zumutbaren Sorgfalt selbst herbeigeführt hat.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Urteile und Gesetze zu Alkoholabhängigkeit | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Hans-Böckler-Stiftung (HBS)
Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des DGB
Homepage: https://www.boeckler.de/index.htm

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Referenznummer:

R/ZA2088


Informationsstand: 15.04.1991

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