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Bibliographische Angaben zur Publikation

Qualitätssicherung und -entwicklung in Berufsbildungswerken

Einrichtungen machen sich auf den Weg



Autor/in:

Denninghaus, Erwin


Herausgeber/in:

Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen und -pädagoginnen e.V. (VBS); Verein zur Förderung der Blindenbildung e.V. (VzFB)


Quelle:

blind - sehbehindert, 2002, 122. Jahrgang (Heft 3), Hannover: Eigenverlag, ISSN: 0176-7836


Jahr:

2002



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Abstract:


Seit Anfang der 90er Jahre wird das Thema Qualitätssicherung und -entwicklung innerhalb der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke diskutiert. Durch ihren Auftrag der beruflichen und sozialen Rehabilitation behinderter junger Menschen im Sinne ihrer optimalen Vorbereitung auf eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben sie eine besondere Nähe zur Industrie, von der wesentliche Impulse zur Auseinandersetzung mit dem Thema ausgingen. Darüber hinaus stehen Berufsbildungswerke stärker als Schulen im Wettbewerb mit anderen Anbietern beruflicher Bildungs- und Rehabilitationsmaßnahmen.

Die Wege, die die einzelnen Berufsbildungswerke bei der Umsetzung des Qualitätsgedankens gegangen sind, sind sehr unterschiedlich: Während sich einige Häuser eng an der DIN EN ISO 9000 ff. orientierten, arbeiteten andere nach dem EFQM-Modell oder nach dem Arbeitsbuch zur Qualitätssicherung - Systematische Qualitätssicherung (SQM), das 1996 von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke herausgegeben wurde. Während ein Teil der Berufsbildungswerke sich offiziell hat zertifizieren lassen, haben andere Häuser darauf bisher verzichtet.

Der Rahmenvertrag über die Zusammenarbeit zwischen der Bundesanstalt für Arbeit und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke vom 15.07.1999 regelt erstmals für die Berufsbildungswerke in Deutschland Grundsätze zur Qualitätssicherung und Leistungsbeschreibung (Bundesanstalt für Arbeit 1999). Diese Grundsätze beschreiben Qualität als umfassendes Organisationsziel und ihr Management als ein wesentliches Element der Gesamtkonzeption eines Berufsbildungswerkes.

Erstmals für die Kostensatzvereinbarung 2000 mussten alle Berufsbildungswerke der Bundesanstalt für Arbeit eine umfassende Leistungsbeschreibung vorlegen. Eine Zertifizierung wird von der Bundesanstalt für Arbeit von den Berufsbildungswerken bis heute nicht gefordert. Allerdings legen andere Kostenträger zunehmend Wert auf einen entsprechenden Nachweis.

Einen weiteren Impuls zur Entwicklung von Qualitätsmanagementsystemen in Berufsbildungswerken hat das IX Sozialgesetzbuch (SGB IX) gegeben, das zum 1.7.2001 in Kraft getreten ist. Dort heißt es in § 20 (2): Die Erbringer von Leistungen stellen ein Qualitätsmanagement sicher, das durch zielgerichtete und systematische Verfahren und Maßnahmen die Qualität der Versorgung gewährleistet und kontinuierlich verbessert. - Somit besteht unter anderem für Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation eine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems.

Zur Veranschaulichung wird nachfolgend auf die Entwicklungen im Berufsbildungswerk für Blinde und Sehbehinderte in Soest Bezug genommen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


blind - sehbehindert
Homepage: https://www.vbs.eu/de/publikationen/zeitschrift-blind-sehbeh...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA1169


Informationsstand: 24.03.2020

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