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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beschäftigungspflicht und Ausgleichsfonds als internationaler Sozialstaatsstandard in der Behindertenpolitik


Autor/in:

Ritz, Hans-Günther


Herausgeber/in:

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB); Bolte, Karl Martin; Buttler, Friedrich [u. a.]


Quelle:

Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 1997, Sonderdruck, 30. Jahrgang (Heft 2), Seite 455-473, Stuttgart: Kohlhammer, ISSN: 0340-3254


Jahr:

1997



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Abstract:


Zusätzlich zur staatlichen und sozialversicherungsgetragenen Behindertenpolitik bestehen in einer erheblichen Zahl der Industrieländer besondere gesetzliche Systeme zur Sicherung und Förderung der beruflichen Eingliederung, die auf gesetzlicher Beschäftigungspflicht der Arbeitgeber gegenüber Behinderten beruhen.

Diese Systeme werden in der Regel kombiniert mit finanziellen Ausgleichsabgabesystemen, die dazu dienen, die möglichen Wettbewerbsvorteile derjenigen Arbeitgeber abzuschöpfen, die sich dieser Beschäftigungspflicht nicht oder nicht im gesetzlichen Umfang stellen. Die so gewonnenen Sondermittel werden in der Regel zweckgebundenen Fonds zugeführt.

Zu diesem Thema hat das Internationale Arbeitsamt (ILO) 1997 in Warschau eine Konferenz Policies and Management of National Rehabilitation Funds mit 21 Teilnehmerstaaten durchgeführt. Auf dieser Konferenz wurde dargestellt, dass derartige Fonds in den Industrieländern sehr weite Verbreitung erreicht haben.

In dem Beitrag werden einige vergleichende Betrachtungen zur Höhe der Ausgleichsabgabe und deren Rückfluss in den ersten Arbeitsmarkt vorgenommen. Es zeigt sich, dass in Frankreich und Japan die Ausgleichsabgabe zwei- beziehungsweise viermal höher als in Deutschland ist. In beiden Ländern wird auch ein deutlich besserer Erfüllungsgrad der gesetzlichen Beschäftigungspflicht erreicht als in Deutschland. Insgesamt gilt aber im internationalen Vergleich auch die Bundesrepublik in diesem Politikfeld als erfolgreich. Am Ende werden einige Reformanregungen für die Bundesrepublik Deutschland skizziert.

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Employment duties and equalisation funds as international welfare state standards in the disabled politics


Abstract:


In addition to the state and social insurance supported disabled politics, in a considerable number of industrial countries particular statutory systems exist for ensuring and supporting the vocational integration, which touch on the statutory employment duties of employers with respect to the disabled. As a rule these systems are combined with financial equalisation rates systems which serve to absorb the possible competitive advantages of those employers who do not carry out this employment duty or not to the statutory extent.

The special measures so gained are in general brought into earmarked funds. The International Labour Organisation (ILO) held a conference in 1997 in Warsaw 'Policies and Management of National Rehabilitation Funds ' with 21 countries participating. It was shown at this conference that these funds in the industrial countries have achieved a very wide distribution. In this article some comparable considerations are made on the amount of the equalisation rates and their flow back into the first job market. It shows that in France and Japan the equalisation rates are two or four times higher than in Germany.

In both countries there is also clearly a better achievement level reached of statutory employment duties than in Germany. Overall in an international comparison, Germany is also considered successful in this political field. In conclusion some reform proposals for Germany are outlined.

[Author's report]


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (MittAB)
Homepage: https://www.iab.de/de/publikationen/eingestellte-reihen/mitt...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA0562


Informationsstand: 13.03.1998

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