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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mit dem Auto mobil

Eine Gruppe von Herstellern und Umrüstern offeriert ein vielfältiges Angebot rund um Fahrzeuge für Behinderte



Autor/in:

Schwartz, Carl Eckhart


Herausgeber/in:

Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland e.V. (ABiD)


Quelle:

Die Stütze, 1994, Heft 3/4, Seite 14, Berlin: Eigenverlag


Jahr:

1994



Abstract:


Die Vielzahl der technischen Möglichkeiten - gleichgültig, ob ein PKW oder Kleinbus umgerüstet wird - geben dem Mobilitätsbehinderten einen Teil der Freiheit zurück, die er durch seine Körperbehinderung eingebüßt hat. Insofern handelt es sich bei den Ein- und Umbauten keineswegs um 'technische Spielereien', sondern sie sind eine absolute Notwendigkeit.

Schon Anfang des Jahres hat Die Stütze - am Beispiel von VW/Audi - verschiedene und vielfältige Varianten gezeigt, womit Mobilitätsbehinderte zu eigener Mobilität gelangen (H. 1, S. 12-13 - Anmerkung der Redaktion). Die Reihe der Ausrüstungsmöglichkeiten kann ohne weiteres noch fortgesetzt werden. So denke ich an den vollautomatischen Rollstuhllift Typ 350 SF oder Typ UVL 350, an das HanGas-Bremsgerät, den Zentralkommander, die Infrarotfernsteuerung zur Öffnung von Türen, den elektrischen Fahrerdrehsitz und mehr.

Ford-Escort-Express, Opel Astra oder Crysler Voyager, die zu heckabsenkbaren Fahrzeugen umgerüstet werden können, erleichtern den Einstieg und behalten zugleich ihren PKW-Komfort. Und selbst für Mehrfachbehinderte wird durch den Einbau einer Linear-Hebellenkung das erreicht, was für jeden Nicht-Mobilitätsbehinderten eine Selbstverständlichkeit ist - die Unabhängigkeit von Hilfspersonen.

Eine High-tech-Neuerung aus Israel verdient meines Erachtens höchste Aufmerksamkeit und verspricht große Verbreitung zu finden - der Robot 2000. Denn mit ihm haben Konstrukteure von T.M.N. eine perfekte Lösung zum Ein- und Ausladen eines Rollstuhls im PKW gefunden: Per Fernbedienung durch den Auto- und Rollstuhlbenutzer öffnet sich der Kofferraumdeckel und der 'Robot' befördert den Rollstuhl zur vorderen Fahrzeugtür. Dort löst der Fahrer den Rollstuhl aus der Halterung, wechselt vom Fahrersitz in den Rollstuhl. Wiederum per Knopfdruck bringt der 'Robot' den Rollstuhl zum Kofferraum zurück, verstaut ihn darin, und selbsttätig schließt sich der Kofferraumdeckel. Mit dem Einbau des 'Robot' sind keine Änderung, kein Umbau des Fahrzeuges verbunden.

Das System arbeitet mit Elektromotoren, die von der normalen Fahrzeugbatterie gespeist werden. Der Einbau ist in allen Limousinen und Kombis möglich, die genügend Platz für einen Rollstuhl bieten. Den Import nach Deutschland und für die deutschsprachigen Länder Europas - Österreich und Schweiz - hat die Firma MBB-Schwartz-Lift in Schlitz (bei Fulda) übernommen. Der 'Robot 2000' wurde von ihr erstmals bei der REHA 1993 vorgestellt. Vertrieb und Verkauf erfolgen durch alle Mitgliedsfirmen der REHA-Gruppe; der Preis für den Kunden liegt, inklusive des Einbaus, bei 12.680 DM.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
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Adressen zu Kraftfahrzeuganpassung
Produkte: Kraftfahrzeuganpassungen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland e.V. (ABiD)
Homepage: https://www.abid-ev.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA0324


Informationsstand: 22.08.1994

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