Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Hörschädigung in Corona-Zeiten

Ohne Mundbild ist alles doof



Autor/in:

Strobel, Marisa; Niklas, Sven; Streicher, Barbara [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Cochlear Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG)


Quelle:

Schnecke, 2020, 31. Jahrgang (Nummer 108), Illertissen: Eigenverlag, ISSN: 1438-6690


Jahr:

2020



Link(s):


Ganzen Text lesen (PDF | 20,6 MB)


Abstract:


Welche besonderen Einschränkungen bringen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für hörgeschädigte Menschen? Wie steht es in Zeiten sozialer Distanz um die HNO-Versorgung und CI-Rehabilitation? Und wie geht die Selbsthilfe mit den Kontaktbeschränkungen um? Antworten darauf finden Sie in der neuen Ausgabe der Schnecke - Leben mit Cochlea Implantat & Hörgerät.

Mund-Nasen-Schutz, Abstand halten, keine erkennbare Gestik und Mimik, kein Absehbild! Zusätzlich leidet die Akustik durch den Mund-Nasen-Schutz. Für viele Hörgeschädigte gilt in Corona-Zeiten daher: 'Ohne Mundbild ist alles doof!' Denn im Alltag sind viele Störgeräusche vorhanden, so dass das rein akustische Verstehen für Hörgeschädigte oft sehr schwierig ist. Es kostet viel Konzentration, um sich zu verständigen. Das unterstützende Mundbild ist daher fast immer notwendig. Auch die Mimik spielt eine große Rolle beim Verstehen. Beides wird nun durch die meisten Masken verdeckt. In der Regel müssen sie ihre Mitmenschen darum bitten, die Maske während des Gesprächs abzunehmen. Viele sind dazu bereit, aber es gibt auch Ausnahmen.

Die Menschen haben Sorge, gegen die Maskenpflicht zu verstoßen, wenn sie diese zugunsten der Kommunikation mit Hörgeschädigten abnehmen. Hier braucht es dringend bundesweit Straffreiheit, damit niemand ein Bußgeld fürchten muss. In mehreren Bundesländern ist dies bereits der Fall. Spannend auch, wie in Zeiten sozialer Distanz die digitale Nähe zunimmt: Teletherapie beispielsweise ersetzt nicht die Präsenztherapie, stellt aber eine Möglichkeit dar, weiterhin beraten zu werden. Wie CI-Träger technische Kommunikationshilfen in Corona-Zeiten nutzen und wie die offiziellen Behörden barrierefreie Informationen zum Thema Corona und Maßnahmen umgesetzt haben, lesen Sie in der aktuellen Schnecke.

Weitere Themen in Schnecke Nr. 108 sind:
- Störer statt Hilfsmittel
- 'Dolphin, Dolphin!': Tauchen mit CI
- Schulwahl: 'Wir versuchen immer, den Weg in die Regelschule möglich zu machen'
- Wenn die Pause zum Stress wird - Inklusion aus Schülersicht
- Gute Kommunikation im Beruf - trotz Schwerhörigkeit
- Was macht eigentlich ein Integrationsfachdienst?
- Selbsthilfe in Europa: Niederländische OPCI wird 15 Jahre
- 25 Jahre EURO-CIU


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Schnecke - Leben mit Cochlear Implant & Hörgerät
Homepage: https://www.schnecke-online.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA0029/0010


Informationsstand: 04.12.2020

in Literatur blättern