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Bibliographische Angaben zur Publikation

Einfluss beruflicher Problemlagen auf den Beschäftigungsstatus sechs Monate nach stationärer neurologischer Rehabilitation


Autor/in:

Flemmer, Stella; Boltzmann, Melanie; Schmidt, Simone [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Fortschritte der Neurologie - Psychiatrie, 2020, First Online: 15. Juni 2020, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0720-4299


Jahr:

2020



Abstract:


Ziel der Studie:

Durch die Identifikation beruflicher Problemlagen (BPL) können frühzeitig berufsbezogene Maßnahmen in die neurologische Rehabilitation integriert und somit die Return-to-Work-Rate erhöht werden. In der vorliegenden Studie soll untersucht werden, ob zu Rehabilitationsbeginn identifizierte BPL mit dem Erwerbsstatus sechs Monate nach Abschluss stationärer neurologischer Rehabilitation assoziiert sind.

Methodik:

Aus der Klinikdatenbank wurden retrospektiv 122 Rehabilitand:innen ausgewählt, die in der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf eine Anschlussrehabilitation absolvierten. Berufliche Problemlagen wurden mittels Selbstbeurteilung (Würzburger Screening [WS]) und einer ICF-konformen ärztlichen Einschätzung ('d850') zu Rehabilitationsbeginn identifiziert. Zusätzlich wurden sechs Monate nach Abschluss der Rehabilitation Daten zur aktuellen beruflichen Situation der Patient:innen erhoben.

Ergebnisse:

Zu Beginn der Rehabilitation wiesen 25 Prozent der Rehabilitand:innen eine hohe BPL und 26 Prozent der Rehabilitand:innen eine sehr hohe BPL auf. Zum Katamnesezeitpunkt sechs Monate nach Abschluss der stationären Rehabilitation waren 63 Prozent der Rehabilitand:innen mit hohen oder sehr hohen BPL erwerbstätig. Die Return-to-Work-Rate lag insgesamt bei 73 Prozent. Während die im WS identifizierte BPL mit dem Erwerbsstatus zum Katamnesezeitpunkt assoziiert war (r = -0,288; p = ,007), gab es keinen Zusammenhang zwischen der ärztlichen Einschätzung der beruflichen Beeinträchtigung und dem Erwerbsstatus. In binär logistischen Regressionsmodellen zur Vorhersage des Erwerbsstatus erwiesen sich die Dauer der Arbeitsunfähigkeit, das Alter, das Geschlecht und die leistungsmedizinische Beurteilung zu Rehabilitationsende als Prädiktoren für den Erwerbsstatus.

Schlussfolgerung:

Berufliche Problemlagen sind mit dem Erwerbsstatus sechs Monate nach stationärer neurologischer Rehabilitation assoziiert. Da diese in der Behandlungsplanung berücksichtigt werden, wird der Einfluss auf die Return-to-Work-Rate in der aktuellen Untersuchung möglicherweise unterschätzt.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Impact of occupational problems on employment status six months after inpatient neurological rehabilitation


Abstract:


Background:

By identifying occupational problems, job-related therapies may be included in rehabilitation at an early stage, increasing the return-to-work rate. The aim of the present study was to examine whether occupational problems that were identified were associated with the employment status six months after inpatient rehabilitation.

Methods:

A total of 122 neurological patients undergoing neurological inpatient rehabilitation at the BDH-Clinic Hessisch Oldendorf were retrospectively analysed using clinical routine data from the database of the clinic. Occupational problems were identified with the help of a self-assessment (Wuerzburg Screening [WS]) and an ICF-compliant medical assessment (d850) at the beginning of neurological rehabilitation. In addition, data about the employment status six months after rehabilitation were collected.

Results:

While the BPL identified in the WS was associated with the employment status at the time of follow-up (r=?0.288; p=.007), there was no relationship between the medical assessment of occupational impairment and the employment status. In binary logistic regression models for predicting the employment status, the duration of the incapacity to work, age, gender and an interdisciplinary assessment at the end of rehabilitation proved to be predictors for the employment status.

Conclusion:

Occupational problems are associated with occupational reintegration six months after discharge from neurological inpatient rehabilitation. Since occupational problems are taken into account in the treatment planning, the impact on the return to work rate may be underestimated in the current study.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Fortschritte der Neurologie - Psychiatrie
Homepage: https://www.thieme.de/de/fortschritte-neurologie-psychiatrie...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA0028/0015


Informationsstand: 21.09.2020

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