Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Handlungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. für die Betreuung von Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen im Rahmen der SARS-CoV-2/COVID-19-Pandemie - Update Juli 2020


Autor/in:

Schulze-Koops, Hendrik; Inking-Konert, Christof; Leipe, Jan [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zeitschrift für Rheumatologie, 2020, Volume 79 (Issue 3), Seite 679-685, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 0340-1855 (Print); 1435-1250 (Online)


Jahr:

2020



Link(s):


Ganzen Text lesen (HTML)


Abstract:


Auf den ersten Blick gibt die neue Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) weitgehend Entwarnung: Menschen mit Rheuma haben nach aktueller Datenlage kein erhöhtes Risiko, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken. Durch die entzündlich-rheumatische Erkrankung selbst scheint das Corona-Risiko nur dann erhöht zu sein, wenn die Patient:innen Glukokortikoide ('Cortison') in einer Dosis von zehn Milligramm und mehr pro Tag einnehmen, oder wenn die Erkrankung gerade besonders aktiv ist, die Rheumasymptome also schlecht medikamentös beherrscht werden können.

In den zehn Kernempfehlungen, die die Expert:innengruppe zusammengestellt hat, wiederholt sie ihren Rat, eine gut eingestellte Rheumamedikamentation nicht allein aus Sorge vor einer Infektion zu verändern. Zwar stützen sich die aktuellen Empfehlungen auf das DGRh-eigene COVID-19-Register mit inzwischen mehr als 350 Kranheitsverläufen - jedoch sei die Evidenz noch keineswegs so belastbar wie sonst bei Behandlungsempfehlungen üblich.

Besonderes Augenmerk richtet die Expert:innengruppe darauf, Alltag und Versorgung der Patient:innen nicht unnötig einzuschränken. In der Regel sei es nicht gerechtfertigt, Erkrankten allein aufgrund einer angenommenen Gefährdung durch COVID-19 Arbeitsunfähigkeit zu attestieren, heißt es in den Empfehlungen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Recommendations of the German Society for Rheumatology for management of patients with inflammatory rheumatic diseases in the context of the SARS-CoV-2/COVID-19 pandemic - Update July 2020


Abstract:


A few days after the SARS-CoV-2 infection was declared a pandemic, the German Society for Rheumatology (DGRh) compiled first recommendations for the care of patients with inflammatory rheumatic diseases (IRD). These first recommendations were based on an expert consensus and were largely non-evidence-based. Now that the first scientific data from registers, cross-sectional studies, case reports and case series are available, the present update is intended to update the previous recommendations and to add new findings.

The current recommendations are based on a literature search of publications available up to 15 June 2020 and address preventive measures (such as hygiene measures or vaccinations) and the use of immunomodulatory/immunosuppressive drugs. An important goal of the current recommendations is also to prevent harm to patients with IRD through unjustified restriction of care.

The DGRh will continue to update its recommendations in the case of new aspects and will publish them as well as further information on the COVID-19 pandemic on its homepage (www.dgrh.de) in an ongoing process.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Zeitschrift für Rheumatologie
Homepage: https://link.springer.com/journal/volumesAndIssues/393

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA0023/0014


Informationsstand: 12.01.2021

in Literatur blättern