Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

DIK-2

Diagnostische Kriterien: Katalog berufsbezogener Personenmerkmale Version 2



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)


Quelle:

Bonn, Berlin: Eigenverlag, 2006, 1220 Seiten: PDF


Jahr:

2006



Link(s):


Ganzen Text lesen (PDF | 5 MB)


Abstract:


Im Rahmen des Projekts Diagnosegeleitete Maßnahmesteuerung - Entwicklung von Instrumenten zur Verbesserung der individuellen Förderung und Steuerung von Maßnahmen (DIMA), das durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (jetzt Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung) und die Bundesanstalt für Arbeit getragen wurde, hat die Firma Syntegral gGmbH in Zusammenarbeit mit einer großen Zahl von Fachleuten die Diagnostischen Kriterien zur Feststellung des individuellen Förderbedarf und zur Steuerung von Maßnahmen erarbeitet - der DIK-1. Die Erfahrungen mit diesem Kriterienkatalog in der Praxis waren der Anlass, eine umfassende Überarbeitung vorzunehmen, deren Ergebnis hier mit der zweiten Version des DIK, dem DIK-2 vorgelegt wird.

DIK-2 ist ein Katalog von standardisierten Beschreibungen berufsbezogener Personenmerkmale. Mehr als 250 Merkmale, gegliedert in 19 Bereiche, sind nach einheitlichen Kriterien präzise, aber dennoch in allgemein verständlicher Sprache beschrieben. Die Merkmale lassen eine sehr umfassende und detaillierte Beschreibung körperlicher, psychischer, geistig-intellektueller, sozialer und kultureller Eigenschaften einer jeden Person zu. Für jedes Merkmal werden verschiedene Ausprägungsformen unterschieden, die exakte und sehr differenzierte Aussagen über das Ausmaß von Schwächen, Beeinträchtigungen oder Störungen und von Stärken oder Ressourcen hinsichtlich des jeweiligen Merkmals ermöglichen. Es werden in der Regel jeweils drei Störungs- und drei Ressourcegrade auf einer Skala von -3 bis +3 beschrieben.

Auch wenn alle Lebensbereiche einer Person berücksichtigt sind, so werden berufsbezogene Themen in besonderer Ausführlichkeit behandelt: Sie reichen von der schulischen und beruflichen Bildung über alle Fragen der beruflichen Vermittlung und Weiterbildung bis hin zur beruflichen Rehabilitation. DIK-2 erlaubt beispielsweise eine sehr genaue Darstellung schulischer Leistungen, er vermag ein arbeitsärztliches Gutachten zu dokumentieren und erfasst auch die persönlichen und sozialen Rahmenbedingungen einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme. Neben den diagnostischen Kriterien im engeren Sinne enthält der DIK-2 eine Fülle weitergehender Informationen zu jedem Merkmal und zu den Merkmalsbereichen. Diese reichen von genauen Erläuterungen
der Bedeutung, welche die einzelnen Merkmale für den Beruf oder für die Person haben, über knappe Angaben zu diagnostischen Methoden und Verfahren bis hin zu Verweisen auf wissenschaftliche Fachliteratur und breitem Hintergrundwissen aus allen relevanten Fachgebieten.

DIK-2 ist deshalb nicht nur ein Instrument zur Erstellung von Gutachten, sondern ein umfassendes Handbuch der Diagnostik in allen Feldern der sozialen Arbeit. DIK-2 ist jedoch kein Testverfahren im Sinne einer diagnostische Methode, sondern vielmehr ein System zur vereinheitlichten Dokumentation von diagnostischen Abklärungen, Untersuchungen oder Feststellungen jeder Art. Ähnlich der International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD) oder der International Classification of Functioning, Disability, and Health (ICF) bietet DIK-2 eine standardisierte Begrifflichkeit, mit der Stärken und Schwächen beschrieben und nach einheitlichen Kriterien eingestuft werden können. Die Zielsetzung des DIK-2 ist es somit, die Ergebnisse der vielfältigen diagnostischen Begutachtungsverfahren in einer einheitlichen Sprache darzustellen, um sie über die jeweiligen Fachgrenzen hinaus verständlich zu machen.

In der standardisierten Zusammenführung der Abklärungs- und Untersuchungsverfahren verschiedener Fachdisziplinen erlaubt der DIK-2 die Beschreibung von Fällen, deren Komplexität die Möglichkeiten einer einzelnen Fachbegrifflichkeit oftmals überschreiten.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/publikationen.h...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV9024


Informationsstand: 06.06.2019

in Literatur blättern