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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufliche Tätigkeiten von Frauen mit geistiger Behinderung

Dargestellt an Fallbeispielen, Arbeit an der Universität Münster



Autor/in:

Brune, Irene


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Münster: Eigenverlag, 1997, 156 Seiten


Jahr:

1997



Abstract:


Zunehmende Leistungsorientierung und Produktivitätsdenken moderner Wirtschaften führen zur verstärkten Benachteiligung Behinderter auf dem Arbeitsmarkt. Auch gesetzliche Schutzregelungen für Behinderte wirken oft kontraproduktiv, da sie eine generell verminderte Leistungsfähigkeit unterstellen. Integrationsbemühungen im Rahmen von Ausbildungs- und beruflichen Maßnahmen setzen vor allem aufseiten der Behinderten an und nur in unzureichendem Maß aufseiten der Nichtbehinderten, was tendenziell zu einer isolierenden Institutionalisierung führt. Daher ist eine verstärkte Anpassung der Umwelt an die Fähigkeiten Behinderter - im Gegensatz zur umgekehrten traditionellen Vorgehensweise - notwendig.

Die Untersuchung der Situation vor allem geistig behinderter Frauen zeigt eine deutliche Überrepräsentation dieser Personengruppe unter den erwerbslosen Behinderten. Dies ist vor allem auf eine doppelte Diskriminierung sowie auf die geschlechtsspezifische Sozialisation von Frauen zurückzuführen. Als eine erfolgsversprechende Möglichkeit für innovative Formen der Integration Behinderter auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wird das Modell der unterstützten Beschäftigung anhand von drei Fallbeispielen dargestellt. Projekte im Rahmen dieses Modells zeugen von der beruflichen Integrationsfähigkeit auch schwerstbehinderter Menschen.

Nach Ansicht der Autorin ist dabei ein ganzheitlicher Ansatz der Förderung unter Einbeziehung der Lebensbiografie und des psychosozialen Umfeldes erforderlich. Dies stellt besondere Anforderungen an eine spezielle Qualifizierung der Integrationsfachdienste und an die Sensibilisierung der Arbeitgeber und des sozialen Umfeldes. Anzustreben sei eine netzwerkartige Koordinierung und Kooperation von Stellen im Rahmen der beruflichen Rehabilitation und weiterer Belange behinderter Menschen, insbesondere im Hinblick auf die besonderen Bedürfnisse behinderter Frauen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


k. A.

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Referenznummer:

R/NV8844


Informationsstand: 02.11.1997

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