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Bibliographische Angaben zur Publikation

Internationaler Vergleich der Rehabilitation in Deutschland und Frankreich

Systemvergleich und Ergebnisqualität in der orthopädischen Rehabilitation



Autor/in:

Passon, Tina Paloma


Herausgeber/in:

Universität Ulm - Medizinische Fakultät


Quelle:

Ulm: Universitätsverlag Ulm, 2014, 135 Seiten: PDF


Jahr:

2014



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Abstract:


Rehabilitation stellt einen kontinuierlichen Prozess dar. Dabei zählen chronische Erkrankungen zu den häufigsten Rehabilitationsindikationen. Hierbei nimmt die Osteoarthrose einen hohen Stellenwert ein. Ist sie bereits sehr fortgeschritten, hilft oft nur noch eine Prothesenimplantation. Das französische System wird in Publikationen häufig als in Qualität und Versorgung weltweit führend beschrieben.

In Frankreich sind Rehabilitationsleistungen weniger indikationsbezogen spezialisiert und erfolgen dabei in den Akutkliniken. Rehabilitationseinrichtungen sind mehrheitlich teilstationär organisiert, während in Deutschland überwiegend stationär behandelt wird. Ein Vergleich ausgewählter Studien aus Deutschland und Frankreich zeigt, dass trotz unterschiedlicher Rehabilitationssysteme bei den anhand von Scoring-Systemen beschriebenen Behandlungsergebnisses keine wesentlichen Unterschiede bestehen. Auch der genaue Therapieplan der rehabilitativen Versorgung nach Endoprothesenimplantation ähnelt sich.

Im Gegensatz zu den Akutkliniken wird Rehabilitation weiterhin nach tagesgleichen Pflegesätzen finanziert. In Deutschland stellt die Rentenversicherung neben den gesetzlichen Krankenkassen den größten Kostenträger dar und verfolgt vor allem das Ziel der Wiedereingliederung in den Beruf. Die Krankenversicherung (sécurité sociale) stellt den alleinigen Leistungsträger der medizinischen Rehabilitation in Frankreich dar. Das Maß an Selbstbeteiligung ist relativ hoch.

Deutschland scheint im Hinblick auf Strukturen, Nachhaltigkeit und vor allem der ganzheitlichen Zielsetzung des Rehabilitationsbegriffs seinem Nachbarland voraus zu sein. Der Bedarf an Rehabilitationsleistungen wird in Zukunft zunehmen. Auch die Ausgaben steigen. Keinesfalls ist wohl mit einem kompletten Umbau des gesamten Systems in Deutschland und Frankreich zu rechnen. Vielmehr werden kleinere Modifikationen diskutiert, was in folgenden Modellversuchen auf Effizienz und Effektivität untersucht werden kann und sollte.

[Aus: Autorinnenreferat]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Kommunikations- und Informationszentrum Ulm (kiz)
Homepage: https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/kiz/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8471


Informationsstand: 30.01.2018

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