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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönliches Budget - Selbstbestimmung oder Kostenbegrenzung?!

Vortrag anlässlich der 6. Cuxhavener Fachtagung am 16. März 2006



Autor/in:

Finke, Bernd


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS)


Quelle:

Münster: Eigenverlag, 2006, 10 Seiten


Jahr:

2006



Link(s):


Link zu der Veröffentlichung (PDF | 89,5 KB).


Abstract:


Anlässlich der 6. Cuxhavener Fachtagung am 16. März 2006 hielt Bernd Finke, Geschäftsführer der BAGüS, einen Vortrag, der sich mit dem Persönlichen Budget befasste.

Als neues Instrument der Steuerung von Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderung gewinne das Persönliche Budget international an Bedeutung. Eigenverantwortlich und selbstbestimmt über Geldmittel zur eigenen Disposition und Deckung der persönlichen individuellen Bedarfe zu verfügen, könne sich positiv auf die Lebensführung und die gesellschaftliche Teilhabe von behinderten Menschen auswirken.

Mit Einführung des SGB IX zum 1. Juli 2001 wurden in Deutschland die rechtlichen Voraussetzungen für diese neue, die klassischen Leistungsformen (persönliche Hilfen, Sachleistungen, Geldleistungen) ergänzende Leistungsvariante, geschaffen. Erheblich vorangebracht wurde die konkrete Ausgestaltung mit der Neufassung und Ergänzung von § 17 SGB IX und dem Erlass einer Budgetverordnung zum 1. Juli 2004, wobei das Persönliche Budget zunächst eine Kann-Leistung darstellt. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass es seit 2001 trägerübergreifend ausgeführt werden kann. Die Bewilligung erfolgt als Komplexleistung und wird auch als ein Geldbetrag entrichtet.

Bis zum 31. Dezember 2007 ist die Erprobung vorgesehen. Es sollen insbesondere modellhaft Verfahren zur Bemessung von budgetfähigen Leistungen in Geld und die Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen erprobt werden. Eine wissenschaftliche Begleitung und Auswertung ist unerlässlich. Anschließend soll das Trägerübergreifende Persönliche Budget als Pflichtleistung gesetzlich verankert werden. Es stellt folglich eine Leistungsform da, auf die behinderte Menschen einen Rechtsanspruch haben, sofern sie diese Form der Leistungserbringung wünschen.

Aus dem Inhalt:

1. Vorbemerkungen - gesetzliche Grundlagen
2. Ausgangspunkt und Ziele des Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets
3. Weiterentwicklung und Umsteuerung der Eingliederungshilfe
4. Probleme der Leistungserbringung von Komplexleistungen, die die Einführung des Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets erschweren
5. Umsetzungsstand
6. Sozialhilfeleistungen für ein Persönliches Budget
7. Bedarfsfeststellungsverfahren als Grundlage eines Persönlichen Budgets
8. Budgetassistenz
9. Erwartungen der Sozialhilfeträger an die finanziellen Auswirkungen von Persönlichen Budgets
10. Fazit


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 29 SGB IX Persönliches Budget




Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS)
Homepage: https://www.bagues.de/de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8049


Informationsstand: 24.03.2020

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