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Bibliographische Angaben zur Publikation

Potenzialanalyse altersgerechte Wohnungsanpassung


Autor/in:

Prognos AG, Basel; Hackmann, Tobias; Schüssler, Reinhard [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung (BBSR); Bundesamt für Bauwesen und Bauordnung (BBR)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2014, 105 Seiten


Jahr:

2014



Link(s):


Link zu der Potenzialanalyse (PDF | 4,7 MB).


Abstract:


Ein Projekt des Forschungsprogramms 'Allgemeine Ressortforschung' des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), betreut vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Derzeit reicht das Angebot an altersgerechten Wohnungen bei Weitem nicht aus, um den Wunsch aller Menschen auf ein möglichst selbstständiges Leben zuhause zu verwirklichen. Mit der zunehmenden Alterung in Deutschland geht gleichermaßen ein Anstieg an gesundheitlichen Einschränkungen sowie eine Zunahme der Zahl der Pflegebedürftigen einher. Ein großer Anteil der Pflegebedürftigen wird hierbei trotz abnehmender Tendenz auch künftig zu Hause und nicht in stationären Pflegeeinrichtungen gepflegt werden. Dies entspricht den Prioritäten der Pflegebedürftigen selbst, aber auch denen der Politik ('ambulant vor stationär') und hat Auswirkungen auf die Nutzung des Wohnraums.

Prognos hat im Auftrag des BBSR in dieser Studie modellhaft berechnet, welche Kosten und Einsparpotenziale sich bei Pflegebedürftigen ergeben, wenn ein Aufenthalt im Alten- oder Pflegeheim durch eine altersgerechte Wohnung verhindert bzw. verzögert werden kann. Ausgehend von einer fiktiven, mittels Umbau herbeizuführenden flächendeckenden Versorgung von ambulant gepflegten Pflegebedürftigen mit altersgerechten Wohnungen ließe sich die Zahl der stationär versorgten Pflegebedürftigen von 735.000 auf 473.000 Personen im Jahr 2012 reduzieren. Daraus ergibt sich ein fiskalischer Einspareffekt von rund 5,2 Mrd. Euro pro Jahr. Ein rechtzeitiger altersgerechter Umbau von Wohnungen kann somit zur Begrenzung der Aufwendungen der Pflege- und Sozialkassen sowie der privaten Haushalte beitragen.

Den Einspareffekten durch den längeren Verbleib in der Wohnung sind die Kosten des altersgerechten Umbaus und der Förderung gegenüberzustellen, einerseits gemäß den Leistungen für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen nach § 40 SGB XI sowie andererseits dem KfW-Förderprogramm 'Altersgerecht Umbauen' entsprechend den Konditionen aus dem Jahr 2011 mit Bundesbeteiligung. Die Ergebnisse Studie liefern eindeutige Argumente für eine Ausweitung der staatlichen Förderung und dabei insbesondere für eine Reduktion des privat zu tragenden Anteils.

Wissenschaftliche Begleitung:
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn (Auftraggeber)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Homepage: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/bbsr_node.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV7643


Informationsstand: 24.05.2019

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