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Bibliographische Angaben zur Publikation

Stressreport Deutschland 2012

Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden



Autor/in:

Lohmann-Haislah, Andrea


Herausgeber/in:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)


Quelle:

Dortmund: Eigenverlag, 2012, 1. Auflage, 208 Seiten, ISBN: 978-3-88261-725-2


Jahr:

2012



Link(s):


Link zu dem Report (PDF | 1 MB)


Abstract:


Die Wirkungszusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen einerseits und psychischen Störungen andererseits sind in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus von Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik gerückt. Die aktuelle Diskussion gründet vor allem auf der Annahme, dass immer mehr Erwerbstätige durch steigende Anforderungen und zunehmende Belastung der Arbeit an Stress und psychischen Beschwerden leiden und infolgedessen erkranken.

Der Stressreport Deutschland geht nun der Frage nach, in welchem Umfang Beschäftigte in Deutschland derzeit psychischen Anforderungen und psychischer Belastung in der Arbeit ausgesetzt sind. Er informiert zudem über den Stand von Arbeitsbedingungen, die sich in Form von Ressourcen als positiv wirkende Aspekte erwiesen haben. Darüber hinaus geht es um die Veränderung des Stresserlebens sowie um die Frage, in welchem Maße man sich den Anforderungen gewachsen fühlt und um auftretende Stress- und Beanspruchungsfolgen. Dazu werden Vergleiche über die Zeit und mit den europäischen Nachbarn angestellt, die Trendaussagen und Benchmarks erlauben. Ebenso werden aber auch Verbindungen zwischen Anforderungen und Ressourcen einerseits sowie Stress und Stressfolgen andererseits hergestellt. In Vertiefungskapiteln werden im Anschluss aktuelle Daten und Forschungsergebnisse zu bedeutsamen Aspekten der Arbeit (Termin- und Leistungsdruck, Arbeitszeit, Führung, Multitasking, Restrukturierung) und deren Folgen (Präsentismus, Herz-Kreislauferkrankungen) vorgestellt.

Die Ergebnisse des Stressreports Deutschland basieren auf der sechsten Welle der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung, einer Datenerhebung, die seit 1979 regelmäßig und seit 1998/99 mit Beteiligung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin durchgeführt wird. Dazu wurden zwischen Oktober 2011 und März 2012 insgesamt 20 036 Erwerbstätige in Telefoninterviews befragt. In die Analysen einbezogen wurden die 17 562 abhängig Beschäftigten der Stichprobe.

Im Bericht zeigt sich, dass es bei den Anforderungen und Ressourcen seit der letzten Befragung von 2005/2006 kaum Veränderungen gibt. Von einer Entwarnung kann jedoch nicht gesprochen werden. Denn die Anforderungen aus Arbeitsinhalt und -organisation haben sich zum Teil auf hohem Niveau stabilisiert. Zudem hat teilweise zeitgleich die subjektiv wahrgenommene Belastung weiter zugenommen, ebenso auch die Beschwerden. Darüber hinaus gibt es erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Gruppen, wie die Aufschlüsselungen der Anforderungen, Ressourcen, Beanspruchung und Beanspruchungsfolgen nach Alter, Geschlecht, Branche, Beruf etc. zeigen.

Handlungsbedarf und Gestaltungspotenzial müssen auf Grundlage solch differenzierter Analysen abgeleitet werden. Denn nicht immer und nicht automatisch führt psychische Belastung zu hoher Beanspruchung und negativen Folgen für die Gesundheit. Vielmehr spielen die Höhe und die Summe der Anforderungen, aber auch das Ausmaß vorhandener Ressourcen und deren Zusammenwirken eine bedeutsame Rolle. Für die Prävention ist die Entwicklung solcher gruppenspezifischen Anforderungs- und Ressourcenprofile deshalb von hoher Bedeutung.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Stress report Germany 2012


Abstract:


In recent years, science, the public debate and politics have increasingly focused their attention on the associations between working conditions on the one hand, and mental
disorders on the other. In the current discussion, it is assumed that more and more workers experience stress and psychological trouble due to intensified demands and
an increasing workload; and thus suffer from mental disorders. The ‘Stress report Germany‘ investigates the extent to which employees in Germany currently are exposed
to psychological stress and psychological demands at work. It also describes the occurrence of those working conditions, which - as resources - have been shown
to have positive effects.

Moreover, it deals with
a) changes in experienced stress,
b) the extent to which people have the feeling that they are able to fulfil requirements and
c) the impact of stress and strain at work.

In addition, comparisons over time and with neighbouring European countries are being made, which allow the creation of time trend evaluations and benchmarks. Also, associations between demands and resources on the one hand, and stress and stressrelated outcomes on the other have been investigated. In special focus chapters, recent data and results from research on important workrelated issues (speed and amount of work, working hours, leadership, multitasking, restructuring) and their effects (presenteeism, cardiovascular diseases) are presented. The results of the ‘Stress report Germany' are based on the sixth wave of the BIBB/BAuA employee survey, which has been carried out regularly since 1979, with the added participation of the Federal Institute for Occupational Safety and Health from 1998/99. Thus, between October 2011 and March 2012, a total of 20,036 workers were interviewed by phone. Of the sample, 17,562 employees were included in the analyses.

The report shows hardly any changes regarding the demands and resources since the last survey, in 2005/2006. But this does not mean that there is now an ‘all clear‘, as demands on the content of work and organisation have stabilised at a fairly high level. Furthermore, the level of perceived stress as well as the number of health
complaints has increased. In addition, there are large differences between specific groups, which can be seen in the patterns of demands, resources, stress, and the effects
of strain by age, sex, industry and occupation. On the basis of such differentiated analyses, needs for action and work place design should be formulated. Psychological
stress and negative health consequences are not always, nor automatically, a result of exposure to stressors. Rather, the level and the sum of demands, as well as the extent of available resources and their interaction, play a meaningful role.

For the purposes of prevention, the development of such groupspecific profiles regarding demands and resources is therefore of great importance.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Homepage: https://www.baua.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV7504


Informationsstand: 31.01.2013

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