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Bibliographische Angaben zur Publikation

Barrierefreie Gestaltung von Kontrasten und Beschriftungen


Autor/in:

Böhringer, Dietmar


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Stuttgart: Fraunhofer, 2011, 136 Seiten, ISBN: 978-3-8167-8445-6


Jahr:

2011



Abstract:


Kontraste sollen vor Gefahren schützen. Umso wichtiger, je schlechter man sieht. Das Buch beschreibt, wie durch einfache Anwendung von Farbfächern Kontraste geplant, gemessen oder überschlägig berechnet werden können, um Normanforderungen besser kontrollieren zu können, ohne teure Spezialgeräte anschaffen zu müssen.

Der Anteil von Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen wird in einer alternden Gesellschaft weiter zunehmen. Wobei die Beeinträchtigung ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Dieser Problematik wird bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Wie kann die Lebensqualität von Menschen mit einer Sehbehinderung mit einfachen Mitteln verbessert werden? Nicht gestalterische Effekte, die sich modischen Wandlungen anpassen, stehen im Vordergrund. Ton in Ton ist modern, aber wenig hilfreich. Welche Rolle spielt die Ausleuchtung der Räume? Was ist bei Kontrasten bei beschrifteten Flächen, was bei Treppen oder zwischen zwei Farbflächen zu beachten? Das Buch beschreibt, wie durch einfache Anwendung von Farbfächern Kontraste geplant, gemessen oder überschlägig berechnet werden können, um Normanforderungen besser kontrollieren zu können, ohne teure Spezialgeräte anschaffen zu müssen.

Dass trotz reduzierter Sehkraft das Wichtige schnell und sicher wahrgenommen wird, ist der Kernpunkt von 'Barrierefreiheit' für sehbehinderte Menschen. Jenes 'Wichtige', das sind zum Beispiel Gefahren, die sie rechtzeitig und sicher erkennen müssen. Das sind außerdem Wegebeziehungen, die sie sie 'ohne fremde Hilfe' finden müssen. Das sind schließlich die für den Alltag bedeutsamen Informationen; diese müssen sie 'ohne besondere Erschwernis' lesen können. Auffällige Kontraste und gut lesbare Schrift sind dabei von entscheidender Bedeutung. Ein Gebäude, das zwar den Zugang mit dem Rollstuhl erlaubt, jedoch diese Anforderungen nicht erfüllt, kann nun nicht mehr als barrierefrei bezeichnet werden.

Niedergelegt sind die Forderungen und Empfehlungen in der 'DIN 32975 Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung'. Diese Norm weist in einem Textteil eindringlich auf die Wichtigkeit jener Aspekte hin. Der Formel-Teil dieser Norm ist jedoch wissenschaftlich so anspruchsvoll, dass er schwer zu entschlüsseln ist.

Die Schrift versucht, eine Brücke zu schlagen zu den Anwendern. Dies sind einerseits Architekten, andererseits aber auch Betroffene und Pädagogen, die sich um barrierefreie Gestaltung für blinde und sehbehinderte Menschen bemühen.

Das Buch gibt zum Beispiel Antwort auf die Fragen:
- Wie lässt sich ein bestehender Kontrast auf relativ einfache Weise näherungsweise bestimmen?
- Wie lässt sich kontrollieren, ob ein versprochener Kontrast eingehalten wurde?
- Wie lassen sich die von der Norm geforderten Kontraste planen?
- Wie lässt sich auf einfache Weise die Buchstabengröße von Beschriftungen
bestimmen - bzw. wie lässt sich nachkontrollieren, ob eine gelieferte Beschriftung normgerecht ist?

[Aus: Verlagsinformation]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie




Bezugsmöglichkeit:


Fraunhofer Verlag
Homepage: https://www.verlag.fraunhofer.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV7231


Informationsstand: 10.03.2015

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