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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitation im Gesundheitssystem

12. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium vom 10. bis 12. März 2003 in Bad Kreuznach



Autor/in:

Rüddel, Heinz; Buschmann-Steinhage, Rolf; Iseringhausen, Olaf [u. a.]


Herausgeber/in:

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2003, Sonderausgabe, Bad Homburg v. d. H.: WDV Wirtschaftsdienst, ISSN: 0012-0018


Jahr:

2003



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Abstract:


Die Gestaltung des Gesundheitssystems prägt zur Zeit die politische Diskussion wie nur wenige andere Themen. Deshalb möchten wir mit dem diesjährigen Motto des Kolloquiums Rehabilitation im Gesundheitssystem, das auch im Zusammenhang mit dem Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 zu sehen ist, den Stellenwert der Rehabilitation in der gesundheitspolitischen Diskussion hervorheben. Aus unserer Sicht sind neben anderen Themen insbesondere die Disease Management Programme (DMP), die Einführung der Fallpauschalen für Krankenhausleistungen (DRG) und die geplante Stärkung der Prävention zur Zeit von Bedeutung.

Die angestrebte Verbesserung der Versorgung von chronisch Kranken in den DMP berührt einen Kernbereich der Rehabilitation. Die bisher in der Diskussion befindlichen Konzepte erweisen sich allerdings als sehr begrenzt. So sind die Programme nach wie vor primär somatisch ausgerichtet und berücksichtigen weder verhaltensmedizinische noch ausreichend primärpräventive Ansätze. Es ist wünschenswert, dass die in den Rehabilitationseinrichtungen vorhandene Kompetenz bei der Versorgung von chronischen Erkrankungen auch in den DMP genutzt wird. Die Rehabilitationseinrichtungen sind dabei aufgerufen, die Initiative zu ergreifen und sich in die DMP konzeptuell sowie organisatorisch einzubringen.

Von Experten wird befürchtet, dass es durch die Einführung der DRG zu einer Verlagerung von originär akutmedizinischen Leistungen in die Rehabilitation kommt und damit der rehabilitative Ansatz zurückgedrängt wird. Deshalb ist eine umfassende wissenschaftliche Evaluation der Auswirkungen der DRG-Einführung unerlässlich. Für die Rehabilitation geht es zudem darum, ihre spezifischen Zielsetzungen, Stärken und Methoden zu verdeutlichen und so die konzeptuelle Abgrenzung zur Krankenhausbehandlung zu fundieren.

Eine Stärkung und Intensivierung der Prävention und Gesundheitsförderung ist zu unterstützen. Damit wird auch eine verstärkte präventive Orientierung innerhalb der bestehenden Behandlungssysteme, wie im SGB IX für die Rehabilitation vorgesehen, angesprochen. Für die Intensivierung der Prävention sollten die vorhandenen Erfahrungen und Kompetenzen aus dem Bereich der Rehabilitation unbedingt genutzt werden.

Eine Aufgabe der Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquien ist, über neueste Forschungsergebnisse zu informieren und ihre Umsetzbarkeit in die rehabilitative Praxis zu diskutieren. Darüber hinaus sollen aktuelle Forschungsrichtungen und -strömungen sichtbar gemacht und mit der Auswahl der Schwerpunktthemen auch Forschung angeregt werden.

(Vorwort des Tagungsbandes)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Einzelne Beiträge des 12. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquiums




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Tagungsdokumentation / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV7180


Informationsstand: 05.12.2003

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