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Bibliographische Angaben zur Publikation

Stellenwert und Perspektiven der Berufsförderungswerke

Referat auf dem Trägerübergreifenden Fachseminar Zusammenarbeit der Berufsförderungswerke mit Sozialmedizinern und Rehabilitationsklinikern vom 08.09.-10.09.2003 in Leipzig



Autor/in:

Wittwer, Ulrich


Herausgeber/in:

k. a.


Quelle:

Hamburg: Eigenverlag, 2003, 11 Seiten: PDF


Jahr:

2003



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Abstract:


Zusammenfassend stellt der Autor fest, dass die Berufsförderungswerke sich der Herausforderung gestellt haben, ihre Konzeption ständig weiter zu entwickeln und mit dem Berliner Programm Kundenorientierung, Individualisierung und Eingliederung in das Arbeitsleben in den Mittelpunkt der Aufgaben der Berufsförderungswerke zu rücken. Sie haben damit Flexibilität und Anpassungsbereitschaft bewiesen und können nicht nur den Vorgaben des SGB IX gerecht werden, sondern auch den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich begegnen.

Die Berufsförderungswerke müssen aber ihren Bekanntheitsgrad gegenüber potenziellen RehabilitandInnen doch erheblich steigern. Künftig wird es nicht mehr reichen, dem Reha-Träger bekannt zu sein, da sich die behinderten Menschen nicht mehr ohne weiteres zuweisen lassen. Es ist daher legitim, dass sich die Berufsförderungswerke gegenüber potenziellen Antragstellern bekannt machen. Nur dann kann der Betroffene eine wirklich fundierte Entscheidung treffen. Kostenlose Informationstage sind sicher eine Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad zu steigern. Informationen von Betriebsräten, Schwerbehindertenvertrauensleuten, Behindertenorganisationen oder die Beteiligung an öffentlichen Veranstaltungen (Messen, Fachtagungen, Kongressen usw.) erweitern aber den Kreis der Informierten erheblich.

Im Berliner Programm verpflichten sich die Berufsförderungswerke darüber hinaus als lernende Unternehmen künftig noch kurzfristiger und intensiver den allgemeinen Veränderungsprozess aufzunehmen. Sie werden noch mehr nachfrageorientierte Angebote entwickeln und bei Bedarf auch neue arbeitsmarktpolitische Instrumente für behinderte Menschen umsetzen. Die Vermittlungsquote pendelte in den letzten Jahren stetig um die 70 Prozent. Das deutet sehr darauf hin, dass der Arbeitsmarkt für Absolventen der Berufsförderungswerke, die ja mit eine Doppelqualifikation aufwarten können (vgl. dazu auch die Lebensberichte von Rehabilitanden in SEYD 1993), eine Beschäftigungsnische vorhält. Diese zu bewahren und die Absolventen bei der Suche nach einer geeigneten Beschäftigung zu unterstützen, ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben der Berufsförderungswerke. Dabei werden sie im Bedarfsfall auch Kooperationen mit Betrieben und anderen Bildungsträgern eingehen.

Unbedingte Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Berufsförderungswerke im Interesse der Leistungsberechtigten ist aber, dass die Belegung verlässlich und nicht ständigen Schwankungen unterworfen ist, und dass die angemessenen Kosten auch weiterhin von den Reha-Trägern ohne tiefgreifende Abstriche getragen werden. Die Einrichtungen sollten aus sozialpolitischen Kalkülen herausgehalten werden, können sie doch den Nachweis volkswirtschaftlicher Effizienz erbringen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


k. A.

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Referenznummer:

R/NV7134


Informationsstand: 01.12.2003

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