Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönliches Budget - Handlungsleitfaden

Leitfaden für die Anwendung und Umsetzung des Persönlichen Budgets im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV); Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV-SpV)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2012, Stand: Februar 2012, 41 Seiten: PDF


Jahr:

2012



Link(s):


Ganzen Text lesen (PDF | 258 KB)


Abstract:


Das Persönliche Budget hat sich in der gesetzlichen Unfallversicherung etabliert. Die Möglichkeit, selbstbestimmt die eigene Reha oder Pflege zu organisieren, wird jährlich von mehr als 1000 Betroffenen genutzt. Aus anderen Ländern wissen wir allerdings: Bei mindestens jedem zehnten Versicherten kann ein Persönliches Budget - für eine oder sogar mehrere Leistungen - verwirklicht werden. Unser vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt 'Komplexe Persönliche Budgets für schwerstverletzte Menschen - ProBudget' hat gezeigt, dass bei kompetenter Beratung sogar jeder Fünfte ein Budget beantragt.

'ProBudget' hat auch belegt, dass das Persönliche Budget Selbstbestimmung und Teilhabe stärkt. Die größten Hürden für eine Inanspruchnahme sind aber nach wie vor mangelnde Kenntnisse und geringe Erfahrungen - auf Seiten der Versicherten ebenso wie auf Seiten der UV-Träger.

Die DGUV und ihre Mitglieder verpflichten sich in ihrem Aktionsplan zur Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN BRK) dazu, das Prinzip der Partizipation der Versicherten zu stärken. Für den Reha-Prozess bedeutet das: Wir wollen die selbstbestimmte Auswahl von Leistungen und die Berücksichtigung der individuellen Wünsche der Versicherten hinsichtlich der Auswahl der Leistungserbringer unterstützten. Der Maßnahmenkatalog des Aktionsplans sieht deshalb auch die weitere Verbreitung Persönlicher Budgets vor. Zentral sind in diesem Rahmen die Schulungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und der Ausbau der Beratungsstrukturen.

Die intensive und umfassende Begleitung und Betreuung der Versicherten ist ein großer Vorteil der gesetzlichen Unfallversicherung. Kein anderer Reha-Träger verfügt über solch enge und oft dauerhafte Kontakte zu seinen Versicherten. Die genaue Kenntnis der persönlichen Situation, der Verletzung oder Erkrankung, des häuslichen Umfelds, der individuellen Fähigkeiten, Ressourcen und Wünsche bietet ideale Möglichkeiten, über das Persönliche Budget zu beraten und seinen Rahmen gemeinsam zu gestalten. Insbesondere bei Reisekosten die über einen längeren Zeitraum erbracht werden, bei den Leistungen im Pflegebereich sowie bei den sozialen Teilhabeleistungen sollte das Persönliche Budget als Form der Leistungsumsetzung immer als Erstes in Betracht gezogen werden.

Mit dem Ziel einer besseren Praxistauglichkeit sind in den jetzt vorliegenden Handlungsleitfaden die bisher gewonnenen Erfahrungen im Umgang mit dem Persönlichen Budget, die Ergebnisse von ProBudget und Ihr Feedback als Anwender eingeflossen.

Die DGUV will mit dem Handlungsleitfaden das Persönliche Budget befördern und weiter verbreiten. Damit soll im Rehabilitations- und Pflegebereich die Selbstbestimmung und Selbstverantwortung Betroffener gestärkt werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Praxishilfe/Ratgeber / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Homepage: https://www.dguv.de/de/mediencenter/publikation/index.jsp

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV6070


Informationsstand: 21.05.2012

in Literatur blättern