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Bibliographische Angaben zur Publikation

Öffentlich geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland

Aktuelle Instrumente, Programme und Konzepte



Sammelwerk / Reihe:

WISO diskurs, Band August 2011


Autor/in:

Matysik, Alexander; Rosenthal, Peer; Sommer, Jörg


Herausgeber/in:

Friedrich Ebert Stiftung (FES); Wernstedt, Rolf; John-Ohnesorg, Marei


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2011, 1. Auflage, 64 Seiten: PDF, ISBN: 978-3-86872-746-3


Jahr:

2011



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Abstract:


In Deutschland ist mit den Gesetzen für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz I bis IV) die Zusammenlegung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe zur neuen 'Grundsicherung für Arbeitsuchende' (SGB II) vollzogen worden. Seitdem besteht neben der Arbeitslosenversicherung (SGB III) ein institutionell, organisatorisch und finanziell eigenständiger Rechtskreis, für den teilweise spezifische Instrumente der Arbeitsförderung zur Verfügung stehen.

Für die öffentlich geförderte Beschäftigung hält das SGB II sowohl Instrumente für sozialversicherungspflichtige Förderungen als auch für Sozialrechtsverhältnisse bereit. In der Umsetzung findet analog zur früheren Beschäftigung von Sozialhilfeempfängerinnen und Sozialhilfeempfängern hauptsächlich die sozialrechtliche Förderung durch das Instrument der Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante (sogenannte 'Ein-Euro-Jobs') Berücksichtigung.

Im Zuge einer anhaltenden kritischen Reflexion dieses Instruments und einer Diskussion um adäquate Integrationsstrategien insbesondere für als arbeitsmarktfern eingestufte Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher wurden in den letzten Jahren aber verstärkt längerfristige sozialversicherungspflichtige Förderungen thematisiert und unterschiedliche Konzepte vorgelegt und Modellprojekte initiiert. Wenngleich in der aktuellen wissenschaftlichen wie auch politischen Debatte darauf Bezug genommen wird, liegt eine systematische Darstellung der einzelnen Konzepte bis dato nicht vor. Doch genau diese vergleichende und zielgerichtete Betrachtung scheint angesichts der von der Bundesregierung für das laufende Jahr angekündigten Instrumentenreform mehr als geboten.

Vor diesem Hintergrund werden in der vorliegenden Expertise einerseits der einschlägige Forschungsstand resümiert sowie andererseits unterschiedliche Programme und Konzepte für öffentlich geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
systematisch aufbereitet und zur Diskussion gestellt mit dem Ziel, alternative arbeitsmarktpolitische Perspektiven zu entwickeln.

Es kann konstatiert werden, dass die untersuchten Konzepte mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweisen. Die identifizierten Divergenzen entfalten sich primär an der Frage, wie umfangreich ein 'sozialer Arbeitsmarkt' sein könnte und für welche Personengruppen er theoretisch offensteht, welche Instrumente dafür eingesetzt werden, wie die zu schaffenden Arbeits-/Beschäftigungsverhältnisse finanziert und wie die Beschäftigungsbedingungen der Geförderten gestaltet werden sollten.

Es lässt sich aber auch die deutliche Erfordernis und auch die Bereitschaft erkennen, alternative Beschäftigungsformen für langzeitarbeitslose Menschen in Deutschland schaffen zu wollen, denen die Perspektive auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt verbaut ist. Aufgabe der Politik sollte es sein, dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen für öffentlich geförderte Beschäftigung zu schaffen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
Homepage: https://www.fes.de/abteilung-wirtschafts-und-sozialpolitik/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV6036


Informationsstand: 15.03.2012

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