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Bibliographische Angaben zur Publikation

Projekt: Kompetenzcenter zur beruflichen Eingliederung arbeitsloser behinderter Frauen

Sachbericht



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Heureka Bildungs-Seminar GmbH (HBS)


Quelle:

Wernigerode: Eigenverlag, 2006, 6 Seiten


Jahr:

2006



Abstract:


Ziel des Projektes war es, unter Nutzung der im Vorprojekt gesammelten Erfahrungen und des aufgebauten regionalen Netzwerkes mit Arbeitgebern und unterschiedlichen Behörden, Ämtern und Vereinen, behinderte Frauen bei der beruflichen Integration zu beraten und zu unterstützen. Die Teilnehmerinnengruppe sollte insgesamt 18 Frauen umfassen, von denen mindestens sechs in Beschäftigung gebracht werden sollten.

Als Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit sollten zu Beginn die beruflichen und sozialen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie behinderungsbedingten Einschränkungen analysiert und mit den Erwartungen der Betroffenen hinsichtlich ihrer beruflichen Entwicklung abgestimmt werden. Erfahrungsgemäß fehlen vielfach gerade bei Frauen der geplanten Zielgruppe realistische Vorstellungen zur weiteren beruflichen Entwicklung. Zahlreiche erfolglose Bewerbungsversuche führen zu fehlendem Selbstbewusstsein und Zweifeln an den eigenen beruflichen Fähigkeiten.

In diesem Prozess sollte mit den Bewerberinnen intensiv daran gearbeitet werden, vorhandene Stärken wieder zu erkennen und marktgerecht herauszuarbeiten. Das bedeutete andererseits aber in manchen Fällen auch, diese nicht zu überschätzen. Durch Vermittlung von Wissen zum regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt sollten die Bewerberinnen in die Lage versetzt werden, für sich selbst klare und realistische Ziele zu entwickeln. Das bedeutete gleichzeitig, dass die Vorstellungen zu erzielbaren Einkommen in der gewünschten Tätigkeit abgeklärt werden mussten.

Bei der Erarbeitung oder Aktualisierung der Bewerbungsunterlagen sollte versucht werden, auch sogenannte frauentypische Eigenschaften als Vorteile bei der Besetzung entsprechender Stellen herauszuarbeiten. Hierbei sollten individuell die Charaktere der Bewerberinnen und die Art der zu besetzenden Stelle beachtet werden. Bei der Auswahl passender Stellenangebote sollte unter anderem bei der Formulierung der Anschreiben Unterstützung geleistet und für das Vorstellungsgespräch geübt werden. Die Bewerberinnen sollten auf Wunsch zu den Vorstellungsgesprächen begleitet werden. Über diesen Prozess, der im Wesentlichen als Vorbereitung zur Arbeitsplatzfindung diente, wurde gleichzeitig Hilfe zur Selbsthilfe gegeben.

Das Projekt wurde am 31. Dezember 2006 abgeschlossen. 17 behinderte und schwerbehinderte Frauen nahmen an dem Projekt teil. Am Ende des Projektes waren zwei Teilnehmerinnen direkt in Arbeit vermittelt, bei zwei weiteren soll eine Einstellung im Verlauf des Jahres 2007 erfolgen. Eine weitere Teilnehmerin übte zum Projektende eine geringfügige Beschäftigung aus, die Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis wurde ihr zugesichert. Zwei Teilnehmerinnen konnten in eine Arbeitsgelegenheit beim Heureka-Bildungs-Seminar GmbH in Halberstadt eingegliedert werden. Bei einer Teilnehmerin wurde der gestellte Rentenantrag bewilligt.

Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass bei behinderten Frauen Arbeitslosigkeit insbesondere zu Blockaden und Selbstzweifeln führt, deren Abbau durch Vermittlung von Informationen über Möglichkeiten auf dem regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt unterstützt werden muss.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Weitere Projektberichte der Initiative job - Jobs ohne Barrieren




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Materialien zu den abgeschlossenen Projekten der Initiative 'job - Jobs ohne Barrieren' waren erhältlich beim

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Referat Information, Publikation, Redaktion
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Startseite/start.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5500M


Informationsstand: 20.03.2007

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