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Bibliographische Angaben zur Publikation

Inklusionslagebarometer Arbeit 2018

Ein Instrument zur Messung von Fortschritten bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem deutschen Arbeitsmarkt



Sammelwerk / Reihe:

Inklusionsbarometer Arbeit


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Aktion Mensch e.V.


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2018, 19 Seiten


Jahr:

2018



Link(s):


Link zum Inklusionslagebarometer (barrierefreies PDF, 215 KB).
Link zur Kurzanalyse der Inklusionsbarometer 2013-2017 (barrierefreies PDF, 371 KB).


Abstract:


Die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt folgt weiter dem positiven Trend: Das zeigt das Inklusionslagebarometer, welches das Handelsblatt Research Institute im Auftrag von Aktion Mensch erstellt hat.

Erneut sinkt die Zahl der Arbeitslosen mit einer Behinderung auf ein Rekordtief von 162.373 (Vorjahr: 170.508) Suchenden. Gleiches gilt für die Arbeitslosenquote Schwerbehinderter, sie liegt bei 11,7 (12,4) Prozent. Es bleibt dennoch wichtig, die Problemfelder auszumachen und hierfür Lösungen zu schaffen. Denn: Der Abstand zur allgemeinen Quote (5,7 Prozent) der Menschen ohne Behinderung hat sich in diesem Jahr erstmals wieder vergrößert.

Ein Jahr auf Arbeitssuche

Die Studie offenbart nach wie vor gravierende Probleme: So suchen Arbeitslose mit Behinderung trotz leichter Verbesserung noch immer durchschnittlich 366 (377) Tage nach einer Beschäftigung. Das sind 104 Tage länger als Nicht-Behinderte. Auch der Anteil der Langzeitarbeitslosen ist mit 44,4 (45,8) Prozent deutlich höher als bei Menschen ohne Behinderung (35,6 Prozent). Das Dilemma: Die Dauer der Arbeitslosigkeit wirkt - neben dem Lebensalter und der Schwerbehinderung - zusätzlich als wesentliches Vermittlungshemmnis.

Wieder ein Schritt zurück: die Beschäftigungsquote sinkt

Auch die Beschäftigungsquote Schwerbehinderter entfernt sich wieder von der gesetzlichen Vorgabe von fünf Prozent. Sie sinkt leicht von 4,69 auf 4,67 Prozent. Ein Grund dafür ist eine steigende Anzahl von Unternehmen (um rund 4000 auf 160.220 Betriebe), deren Betriebsgröße mehr als 20 Mitarbeiter umfasst. Diese Firmen müssen gesetzlich vorgegeben eigentlich Menschen mit Behinderung einstellen. Damit nimmt auch die Anzahl der zu besetzten Pflichtarbeitsplätze zu. Firmen wählen statt der Einstellung eines neuen Mitarbeiters mit Behinderung oftmals lieber die ebenfalls gesetzlich festgelegte Möglichkeit, eine Ausgleichsabgabe zu zahlen. Dadurch erhöht sich die Zahl der unbesetzten Pflichtarbeitsplätze auf 37.182 (32.000).

Entwicklung der Jahre 2013 bis 2017

Von 2013 bis 2017 hat Aktion Mensch das Inklusionsbarometer Arbeit mit Inklusionslage und Inklusionsklima (Umfrage bei Unternehmen und schwerbehinderten Beschäftigten) veröffentlicht.

Zeit, eine Bilanz zu ziehen
Es zeigt sich, dass sich die Inklusionslage und das Inklusionsklima im Laufe der Jahre deutlich verbessert haben. Dennoch profitieren Menschen mit Behinderung nicht im gleichen Ausmaß von der guten konjunkturellen Lage. Sie sind häufiger und deutlich länger arbeitslos als Menschen ohne Behinderung. Die Kenntnis und Nutzung staatlicher Förderung nimmt wieder ab. Gerade kleine Unternehmen haben hier erhöhten Beratungs- und Unterstützungsbedarf.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Aktion Mensch e.V.
Homepage: https://www.aktion-mensch.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5359x06SS


Informationsstand: 30.11.2018

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