Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebliches Eingliederungsmanagement nach dem SGB IX: Projekt Integrationsteam LGW des BMW-Werks Regensburg

Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitstudie



Autor/in:

Magin, Johannes


Herausgeber/in:

Regierung der Oberpfalz - Integrationsamt


Quelle:

Regensburg: Eigenverlag, 2004, 103 Seiten: DIN-A4


Jahr:

2004



Abstract:


Durch die schwierige Lage am Arbeitsmarkt haben sich die Chancen für Menschen mit Behinderungen auf eine dauerhafte Integration in das Berufsleben in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Der Gesetzgeber hat diesem absehbaren Prozess durch mehrere gesetzliche Veränderungen Rechnung getragen. So wurde zunächst durch ein Gesetz zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen, später übergeleitet in das Sozialgesetzbuch IX, Instrumente geschaffen, die eine verbesserte Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben gewährleisten sollen.

Die Ausführung der rechlichen Rahmenbedingungen bleibt jedoch nach wie vor eine gemeinsame Aufgabe von Arbeitgebern, betrieblichen Interessensvertretungen und den im sozialrechlichen Bereich verantwortlichen Behörden und Institutionen. Die Firma BMW AG - Werk Regensburg - hat nach Überlegungen, wie bei einer steigenden Anzahl von älteren und leistungsgewandelten Mitarbeitern das Thema Prävention gezielt umgesetzt werden kann, im März 2003 ein 'betriebliches Integrationsteam' installiert, zu dem regelmäßig Vertreter des Integrationsamtes, der Agentur für Arbeit und andere externe Partner geladen werden sollten.

In einem Pilotprojekt im Werk Regensburg sollte so die Effektivität von Integrationsprozessen aus betriebswirtschaftlicher, personalpolitischer und integrativer Sicht geprüft und deren Auswirkungen auf die Unternehmenskultur beobachtet werden.

Die wissenschaftliche Begleitstudie zum Projekt Integrationteam LGW im BMW-Werk Regensburg wurde vom Integrationsamt der Regierung der Oberpfalz in Regensburg in Auftrag gegeben, um hieraus allgemein übertragbare Handlungsempfehlungen für Betriebe unterschiedlicher Größenordnungen zu entwickeln.

Im Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitstudie wird näher auf die Bedeutung der betrieblichen Integrationsarbeit eingegangen. Ebenso wird die Methodik der wissenschaftlichen Begleitstudie, sowie die Evaluation des Konzepts des Integrationsteams LGW erläutert. Des Weiteren wird das Integrationsteam LGW, die Integrationsarbeit im Einzelfall und die Kosten-Nutzen-Analyse der Integrationsarbeit vorgestellt. Es werden Strategien aufgezeigt, wie Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden können. Anschließend geht es um die Kommunikation der Integrationsarbeit sowie um die Integrationsarbeit und Unternehmenskultur. Zu guter Letzt folgen Zusammenfassung, Ausblick und Empfehlungen.

Entstanden ist gemäß den gemeinsam vereinbarten Zielsetzungen der Studie eine detaillierte Beschreibung und Analyse der Prozesse beim Aufbau der betrieblichen Integrationsarbeit. Das Hauptinteresse der Studie liegt auf dem Herausarbeiten erfolgskritischer Faktoren für das Gelingen von betrieblicher Integrationsarbeit unter ganzheitlicher Perspektive. Ganzheitliche Perspektive meint, dass neben der Beschäftigung mit Strukturen und Verfahrensweisen der Integrationsarbeit (hard facts) vor allem auch die psychologischen Faktoren wie Zusammenarbeit im Integrationsteam, Umgang mit Konflikten in der Integrationsarbeit, Sensibilisierung von Führungskräften und Verankerung von Integration in der Unternehmenskultur Gegenstand des Interesses waren.

Der ganzheitliche Ansatz der wissenschaftlichen Begleitstudie ist nicht nur dem komplexen und dynamischen Gegenstand 'betriebliche Integrationsarbeit' angemessen, sondern war allein schon deshalb notwendig, weil die Integrationsarbeit im BMW-Werk Regensburg selbst ganzheitlich konzipiert war.

Aus der Studie resultierten auch Handlungsempfehlungen für Personalverantwortliche und Arbeitgeber in einer weiteren Veröffentlichung des Integrationsamtes Oberpfalz.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 167 SGB IX Prävention/Betriebliches Eingliederungsmanagement




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) - Region Oberpfalz
ZBFS-Inklusionsamt
Homepage: https://www.zbfs.bayern.de/behoerde/regionalstellen/oberpfal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5030


Informationsstand: 21.06.2005

in Literatur blättern