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Bibliographische Angaben zur Publikation

Teilzeitbeschäftigung in rheinischen Werkstätten für behinderte Menschen

Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts: Abschlussbericht



Autor/in:

Quandt, Sylvia; Schröder, Helmut


Herausgeber/in:

Institut für Angewandte Sozialwissenschaft GmbH (infas)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2010, 120 Seiten


Jahr:

2010



Abstract:


Der Landschaftsverband Rheinland hat zu Beginn des Jahres 2006 im Rahmen eines Modellversuchs die Möglichkeit zur Teilzeitbeschäftigung in den rheinischen Werkstätten für behinderte Menschen eingerichtet.

Im Untersuchungszeitraum beteiligten sich rund 200 Beschäftigte in 15 Werkstätten an diesem Vorhaben. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung für die Fortentwicklung der Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung und die Werkstättenverordnung wurde das Modellprojekt wissenschaftlich begleitet. Mit der Durchführung war das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft (Bonn) beauftragt.

Eine Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitforschung bestand darin, den Bedarf an Teilzeitarbeit bei den Beschäftigten der rheinischen Werkstätten zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurde im Herbst 2007 eine Befragung bei einer repräsentativen Stichprobe
von 1.718 Werkstattmitarbeitern durchgeführt.

Im Mittelpunkt stand das Ziel, die Akzeptanz von Teilzeitarbeit und den Umfang der Nachfrage nach einer Teilzeitbeschäftigung zu ermitteln. Die Arbeitzeitfrage wurde vor dem Hintergrund der Arbeitssituation, der Wohnsituation und der Mobilität der Beschäftigten eingeordnet. Die Ergebnisse der Bedarfserhebung sind im zweiten Kapitel dokumentiert.

Eine weitere Funktion der Begleitforschung bestand in der Feststellung von Auswirkungen der Teilzeitarbeit auf die Modellteilnehmer. Eine kleine Stichprobe von 40 Teilnehmern wurde persönlich befragt. Der Vergleich mit den Vollzeitbeschäftigten lässt Merkmale der Teilzeitbeschäftigten erkennen. Um mögliche Veränderungen aufgrund der Teilnahme am Modellversuch beobachten zu können, wurden die Teilnehmer ein zweites Mal nach einem halben Jahr befragt, sofern sie die Bereitschaft dazu erklärt hatten.

Um mögliche Effekte des Modellversuchs von ganz normalen Veränderungen im Zeitverlauf unterscheiden zu können, wurde auch eine vergleichbare Stichprobe von Nichtteilnehmern zweimal befragt. Über die Befunde berichtet des dritte Kapitel.

In einer dritten Teilstudie wurden die rheinischen Werkstätten befragt. Bei den am Modellversuch beteiligten Werkstätten standen Erfahrungen mit der Umsetzung des Modellversuchs und speziell kosten- bzw. ertragsrelevante Aspekte im Vordergrund. Die nicht am Modellversuch beteiligten Werkstätten wurden für Vergleichszwecke einbezogen. Im Mittelpunkt standen Einschätzungen zur Umsetzung des Modellversuchs und im besonderen auch Kosten-Nutzen-Abwägungen. Die Ergebnisse der Werkstattbefragung sind in Kapitel vier dargelegt.

In einer abschließenden Einordnung der Untersuchungsergebnisse werden die zentralen Befunde aller Untersuchungsteile zusammengefasst und bewertet. Unter Berücksichtigung der manifesten Interessensbekundungen und der bestehenden Rahmenbedingungen schätzen die Autoren den Bedarf an Teilzeitbeschäftigung auf 700 bis 1.000 Personen. Der Modellversuch wird alles in allem positiv bewertet. Allerdings werden sowohl aus Sicht der Beschäftigten als auch der Werkstätten Grenzen hinsichtlich der Ausweitung als Regelangebot deutlich.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Zwischenbericht des Modellprojekts




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (infas)
Homepage: https://www.infas.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4467B


Informationsstand: 30.06.2010

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