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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rechtsvergleich der europäischen Systeme zum Antidiskriminierungsrecht

Expertise



Autor/in:

Benecke, Martina


Herausgeber/in:

Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS); Federal Anti-Discrimination Agency


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2010, Stand: September 10, 74 Seiten: PDF


Jahr:

2010



Link(s):


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Abstract:


Diskriminierungsschutz und die Durchsetzung von Gleichbehandlungsansprüchen auch auf dem Gebiet des einfachen Rechts sind für die Europäische Union kein neues Thema. Die ältesten Regelungen dieser Art betreffen die Gleichbehandlung der Geschlechter, so stammt die Richtlinie (RL) 76/207/EWG zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Zugang zur Beschäftigung, zur Berufsbildung und zum beruflichen Aufstieg sowie in Bezug auf die Arbeitsbedingungen bereits aus den 1970er-Jahren. Diese Richtlinie ist seitdem mehrfach geändert worden und liegt nunmehr als konsolidierte Neufassung von 2006 vor. Seit 1997 verlagern sich die Aktivitäten der Union aber auch in andere Gebiete des Gleichbehandlungsrechts, ohne dabei die Geschlechtergleichbehandlung aus dem Blick zu verlieren.

Besondere Bedeutung haben dabei zwei Rechtssetzungsakte aus dem Jahr 2000: die sogenannte Antirassismusrichtlinie RL 2000/43/EG, die weite Bereiche des öffentlichen Rechts und des Zivilrechts erfasst, und die arbeitsrechtliche Richtlinie RL 2000/78/EG. Diese hat heute die wohl größte praktische Bedeutung, da sie neben einem weiten Anwendungsbereich in Beschäftigung und Beruf auch eine Vielzahl möglicher Diskriminierungsgründe erfasst und vor allem mit dem Verbot der Altersdiskriminierung viele Regelungen der Mitgliedsstaaten europarechtswidrig machte. Die Gleichbehandlung der Geschlechter auch außerhalb des Arbeitsrechts wurde 2004 erweitert mit der RL 2004/113/EG.

Im Europäischen Jahr der Chancengleichheit 2007 war für die meisten Mitgliedsstaaten und die meisten Richtlinien die Frist zur Umsetzung abgelaufen. Dementsprechend konnte ein von der Kommission in Auftrag gegebener Bericht des Europäischen Netzes unabhängiger Sachverständiger im Bereich der Nichtdiskriminierung zu dem Ergebnis kommen, wonach die Umsetzung der Richtlinien weitgehend abgeschlossen ist. Andererseits fanden sich auch noch Lücken, vor allem im Bereich der neuen Mitgliedsstaaten und in der Praxis.

Es lohnt sich damit ein neuer Blick auf das Recht des Schutzes vor Diskriminierung in Europa, der auch die ersten praktischen Erfahrungen mit einbezieht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den neuen Regeln, die speziell zur Umsetzung der Richtlinien erlassen wurden, und dabei vorrangig auf der Umsetzung der praktisch besonders bedeutsamen Richtlinie 2000/78/EG.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)
Homepage: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/Publikationen/p...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4110


Informationsstand: 18.01.2021

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