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Bibliographische Angaben zur Publikation

Maßarbeit: Neue Chancen mit Sozialunternehmen

Die Strategie des Vorstands der BAG:WfbM zur Weiterentwicklung der Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben



Sammelwerk / Reihe:

Stellungnahmen der BAG WfbM


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Frankfurt am Main: Eigenverlag, 2011, 14 Seiten: PDF


Jahr:

2011



Link(s):


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Abstract:


Mit 'Maßarbeit' legt der Vorstand der BAG:WfbM seine Position zur Zukunft der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben vor. Das Papier nimmt Stellung zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen in Deutschland. Die vorliegenden Ausführungen bauen auf Gedanken und Forderungen auf, die der Vorstand der BAG:WfbM im Jahr 2007 in seinem Positionspapier 'Mut zur Zukunft' formulierte. Viele der darin vertretenen Thesen sind mittlerweile zum politischen Konsens geworden.

Der Titel des Vorstandspapiers ist gleichzeitig der Name des neuen Konzeptes, das die Entwicklung der Werkstatt als Sozialunternehmen beschreibt. Es überträgt das erfolgreiche Konzept der Werkstattarbeit auf alle Personen, die Unterstützungsangebote auf ihrem Weg in die Arbeitswelt benötigen. Dabei berücksichtigt 'Maßarbeit' die sozial- und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen.

Um die optimale Unterstützung für behinderte Menschen zu erreichen, ist es unverzichtbar, mehrere Wege gleichzeitig zu beschreiten. Die Mitgliedseinrichtungen der BAG:WfbM haben hier bereits eine große Entwicklung vollzogen und realisieren eine Vielzahl von angemessenen und angepassten Arbeitsverhältnissen.

'Maßarbeit' liegt das Verständnis zugrunde, dass jeder Mensch seine Leistungsfähigkeit und Persönlichkeit entwickeln kann. Daher müssen die Angebote immer individuelle Entwicklungsmöglichkeiten fördern und Bildungselemente beinhalten. Die Unterstützungsangebote, die behinderten Menschen in Werkstätten gemacht werden, gehen weit über die bloße 'Beschäftigung' hinaus. Die Werkstätten bieten Konzepte und Chancen zur Teilhabe am Arbeitsleben, auch jenseits des offenen Arbeitsmarktes.

Sich nur auf die Integrationskraft des Arbeitsmarktes zu verlassen, ignoriert die ungleichen Chancen behinderter Menschen im Wettbewerb der Arbeitnehmer. So sieht es auch die Bundesregierung, wenn sie formuliert, dass 'im Sinne des Marktausgleiches [...] Eignung und Neigung des Bewerbers sowie die Anforderungen des Arbeitsplatzes ausschlaggebend (sind).' Erfolgsversprechende dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse seien nur dort möglich, wo die beiden Marktseiten zueinander passen.

Die Arbeitsmarktentwicklung hat in der Vergangenheit gezeigt, dass dieser Markt keine nachhaltigen Chancen für behinderte Menschen bietet. Es ist nicht zu erwarten, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Deshalb ist eine Erweiterung des Marktes um 'soziale Unternehmen' zu einem offenen Arbeitsmarkt sinnvoll.

Schon heute ist es in einigen Regionen Deutschlands möglich, dass Werkstätten jede erdenkliche Entwicklung vollziehen können, um behinderten Menschen die Teilhabe am und die Eingliederung in das Arbeitsleben zu ermöglichen. Diese Möglichkeiten sollten durch den Abbau von rechtlichen Hemmnissen flächendeckend sichergestellt werden. Werkstattträger müssen die Möglichkeit erhalten, von der Tagesförderstätte bis zur ambulanten Betreuung auf dem Arbeitsmarkt das gesamte Spektrum der Teilhabe am Arbeitsleben abzudecken. Der Vorstand der BAG:WfbM sieht es als notwendig an, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen und Deregulierungsmaßnahmen vorzunehmen, um eine schnelle, effiziente und kostenneutrale Inklusion zu ermöglichen.

'Maßarbeit' trägt dazu bei, die Ziele der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen, der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen und die Europäische Beschäftigungsstrategie in Deutschland umzusetzen.

'Maßarbeit' richtet sich an die Werkstattträger und zeigt ihnen weitere Perspektiven auf. 'Maßarbeit' richtet sich an die Politik, die Leistungsträger und alle Akteure des Arbeits- und Bildungsmarktes und wirbt bei ihnen für Akzeptanz und Unterstützung bei der Entwicklung dieser Perspektiven.

[Vorbemerkung]

Das Positionspapier liegt unter dem Titel 'Maß-Arbeit. Wie man die Arbeits-Angebote für behinderte Menschen besser machen kann' auch in Leichter Sprache vor (siehe unten).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Positionspapier 'Mut zur Zukunft' | REHADAT-Literatur
Version in Leichter Sprache | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)
Homepage: https://www.bagwfbm.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4030BxSS


Informationsstand: 18.05.2011

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