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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kriterien für die Indikationsstellung berufsbezogener Maßnahmen bei Patienten mit Muskel- und Skeletterkrankungen (MSK)

Vortrag auf dem Zweiundzwanzigsten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 4. bis 6. März 2013 Mainz



Sammelwerk / Reihe:

Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?


Autor/in:

Faust, Tanja; Müller, Evelyn; Mehrer, L. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2013, Seite 245-246


Jahr:

2013



Abstract:


Einleitung:

Von der Einbeziehung berufsbezogener Elemente in die medizinische Rehabilitation wird ein nachhaltigeres Ergebnis bezüglich der Wiedereingliederung in das berufliche Umfeld erwartet. Während dies in der neurologischen und in der Suchtrehabilitation schon länger üblich ist, hält dieser Ansatz nun auch in die beiden großen Indikationen Bewegungsapparat und Psychosomatik Einzug. Im Anforderungsprofil für die medizinisch- beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) (DRV Bund, 2010) hat die Deutsche Rentenversicherung eine Übersicht der einschlägigen berufsbezogenen Therapieelemente nach KTL 2007 (Klassifikation Therapeutischer Leistungen) veröffentlicht. Dabei werden die Leistungen in Basisangebote, Kern- und spezielle Maßnahmen unterteilt. Enthalten in den Kern- und speziellen Maßnahmen sind unter anderem 'Belastungserprobung MBOR intern' (E02, E20, E05, E22), 'Arbeitsplatztraining' (E02, E05), 'Zusammenarbeit mit externen Institutionen' (C04, D03, D044, D048, D049, E040, E142) und 'Belastungserprobung MBOR extern' (E02, E04).

Methodik:

Datenbasis für unsere Untersuchung war die Rehabilitationsstatistikdatenbasis 2010 (RSD) der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Diese enthält für die Einrichtungen, die an der elektronischen Datenübermittlung nach § 301 SGB V teilgenommen haben, auch die Therapiedaten aus dem Blatt 1b des Entlassungsberichtes. Der Anteil der davon erfassten Rehabilitanden stieg von 49,7 % im Jahr 2007 auf 73,1% im Jahr 2010. Eingeschlossen wurden dabei Einrichtungen, die jährlich mindestens 44 Patienten mit einer Hauptdiagnose im Bereich Bewegungsapparat (ICD-Kapitel M) oder Psychosomatik (ICDKapitel F ohne Sucht) behandelten und für die mindestens Daten aus drei Jahren vorlagen. Ausgewertet wurden dabei die KTL- Codes E02, E03, E04, E05, E20 und E22 und die Gesamtdauer dieser Therapieelemente in Minuten. Im Anschluss daran wurden die Entwicklungen des Anteils der Patienten mit berufsbezogenen Leistungen und ihr Anteil an der Therapie betrachtet.

Ergebnisse:

Allgemein kann man eine Zunahme der Einrichtungen mit berufsbezogenen Maßnahmen erkennen. Im Jahr 2007 haben zehn Kliniken Patienten mit speziellen Maßnahmen behandelt, 2008 bereits 16 und in den Jahren 2009 und 2010 jeweils 20 Kliniken. Dabei kommt es innerhalb dieser Kliniken meist zu Schwankungen der Zahl der mit MBOR behandelten Patienten. Insgesamt ist hier jedoch ein Anstieg des Anteils dieser Patienten zu erkennen. Bei 11 Kliniken nahm die prozentuale Anzahl der Patienten mit berufsbezogenen Maßnahmen zu, während sie bei sechs Kliniken abnahm. In Bezug auf die Behandlungsdauer mit berufsbezogenen Therapieelementen konnte keine einheitliche Entwicklung festgestellt werden: Bei sieben Einrichtungen schwankt sie deutlich, bei sechs nahm sie ab und bei vier zu. Weiterhin legt die Analyse nahe,dass zwei Kliniken die berufsspezifischen Leistungen eingestellt haben,während seit 2010 mindestens zwei weitere Kliniken neue Programme eingeführt haben.

Diskussion:

Mit der Thematisierung berufsbezogener Ansätze durch die Rentenversicherung (Irle, 2007) steigt in Baden-Württemberg die Anzahl der Einrichtungen, die solche Therapien einsetzen. Dabei variiert die Intensität pro Patient; dies bedarf weiterer Untersuchungen, die möglichst auf Grundlage bundesweiter Daten erfolgen sollten.

Schlussfolgerung:

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass im Verlauf der letzten Jahre mehr Einrichtungen Patienten mit speziellen beruflichen Maßnahmen behandelt haben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '22. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV357334


Informationsstand: 05.06.2013

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