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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kriterien der (frühzeitigen) Abklärung von Rehabilitationsbedarf betreffend die Teilhabe am Arbeitsleben aus trägerübergreifender Perspektive

Vortrag auf dem Zweiundzwanzigsten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 4. bis 6. März 2013 Mainz



Sammelwerk / Reihe:

Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?


Autor/in:

Beck, Larissa; Schian, Marcus


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2013, Seite 205-207


Jahr:

2013



Abstract:


Hintergrund und Ziel:

Leistungen zur Teilhabe werden erbracht, um Behinderung und chronische Krankheiten abzuwenden, zu mindern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern (§ 4 SGB IX). Durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie auch der medizinischen Rehabilitation sollen insbesondere Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit vermieden bzw. diese erhalten und die Teilhabe am Arbeitsleben dauerhaft gesichert werden (§§ 26, 33 SGB IX). Um das Ziel der Teilhabe am Arbeitsleben zu erreichen und dabei vorhandene Rehabilitationschancen optimal zu nutzen, ist es entscheidend, einen bestehenden Rehabilitationsbedarf so früh und so genau wie möglich zu erkennen, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Auf diese Weise können durch gesundheitliche Probleme drohende oder bestehende Einschränkungen unter anderem im Hinblick auf die Erwerbsfähigkeit möglichst gering gehalten werden (BAR, 2004; Beck, 2012). Um hierzu bestehende Optimierungspotenziale zur Verbesserung von Effektivität und Effizienz der Leistungserbringung in der Rehabilitation zu überprüfen, wurde diese Thematik im Rahmen des BAR-Projekts 'Effektivität und Effizienz in der Rehabilitation (EffEff)' auf der Grundlage von Ergebnissen eines Vorläuferprojekts (BAR, 2010) aufgegriffen und aus trägerübergreifender Perspektive analysiert.

Methoden:

Im Rahmen einer trägerübergreifenden BAR-Arbeitsgruppe wurde zunächst eine Übersicht über die aktuell in Forschungsvorhaben und der Rehabilitationspraxis angewendeten Kriterien/Indikatoren der (frühzeitigen) Abklärung von Rehabilitationsbedarf erstellt. Auch Materialien aus den Bereichen Arbeitsschutz und betriebliche Prävention wurden berücksichtigt. Hintergrund für die Diskussion bildete dabei insbesondere das Rehabilitationsziel 'Berufliche (Re-)Integration'. An der Diskussion beteiligt waren VertreterInnen mit spezifischer sozialmedizinischer Expertise aus verschiedenen Trägerbereichen. Zudem wurden AkteurInnen einbezogen, die die Perspektive von niedergelassenen sowie von Betriebs- und Werksärzten in die Diskussion einbrachten. Die Zusammenstellung der Kriterien wurde anschließend analysiert und systematisch aufbereitet. Dabei wurden insbesondere die teilweise bereits bestehende Anwendungsroutine bzw. Möglichkeiten, die Kriterien in der Praxis der jeweiligen Träger- und Akteursbereiche zu implementieren, erörtert.

Ergebnisse:

Insgesamt wurden in der Diskussion 21 Kriterien zur (frühzeitigen) Abklärung/Identifikation von Rehabilitationsbedarf betreffend die Teilhabe am Arbeitsleben benannt. Deutlich wurde dabei, dass die konkrete Verwendung im Sinne der Operationalisierung/Formulierung teilweise unterschiedlich erfolgt. Weiterhin wurde in der Diskussion festgestellt, dass in der Rehabilitationspraxis die Bedarfsabklärung bei den einzelnen Akteuren, insbesondere der Rehabilitationsträger, in der Regel an ein auslösendes Ereignis (zum Beispiel Antragstellung) gebunden ist. Außerdem thematisiert wurden die noch nicht ausreichend erfolgte Systematisierung der Bedarfsabklärung im Rehabilitationsgeschehen unter Orientierung an der ICF sowie zu beachtende Vorgaben des Datenschutzes.

Schlussfolgerungen und Ausblick:

Die trägerübergreifende Kriterienübersicht bietet allen Akteursbereichen der Rehabilitation sowie auch der Gesundheitsversorgung die Möglichkeit zur Weiterentwicklung der frühzeitigen Identifikation bzw. Abklärung von Rehabilitationsbedarf. Sie kann als Hilfestellung genutzt werden, um Verbesserungsmöglichkeiten der diesbezüglichen jeweiligen Praxis an verschiedenen Stellen im Rehabilitationsprozess aufzudecken und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Die darüber hinaus diskutierten Aspekte 'Orientierung an der ICF' und 'Datenschutz' konnten auf Ebene der BAR bereits aufgegriffen und weiter vertieft werden. Insgesamt beinhalten die Ergebnisse Anregungen zur trägerübergreifenden Weiterentwicklung von Verfahren der Bedarfsabklärung bzw. -identifikation.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '22. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Teilhabe 2.0 - Reha neu denken?'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV357331


Informationsstand: 04.06.2013

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