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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wiedereingliederung nach ärztlich bescheinigtem Stufenplan - Mitwirkungspflicht des Arbeitgebers

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Nebe, Katja


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Seite 317-318, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


Als günstigsten Weg für einen erfolgreichen beruflichen Wiedereinstieg ist die frühzeitige und berufsorientiert ausgerichtete medizinische Rehabilitation anerkannt. Ein wichtiges Instrument hierfür ist die in § 28 SGB IX geregelte stufenweise Wiedereingliederung (STW).

Der Erfolg dieser hängt neben der Motivation der Rehabilitanden auch von der engen Abstimmung des Wiedereingliederungsverfahrens mit Arbeitgeber und Betrieb und der frühzeitigen Anregung und anschließenden intensiven Betreuung währen der STW durch den niedergelassenen Arzt ab.

Längst werde auch über die rechtliche Umsetzung dieser empirisch belegten Forderungen diskutiert. Nach Aussage des Bundesarbeitsgerichts steht schwerbehinderten Arbeitnehmern gemäß § 81 Absatz 4 Satz 1 Nummer 1 SGB IX ein Anspruch gegen ihren Arbeitgeber auf Mitwirkung an einer STW nach § 28 SGB IX zu.

In der Entscheidung wurde die Mitwirkungspflicht des Arbeitgebers an der STW bejaht. Arzt und Arbeitgeber sollten bei vorliegendem Einverständnis vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das Bundesarbeitsgericht hat sich wegen der Inhaltsangabe des Eingliederungsplanes auf die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) berufen. Zwar gelten diese im Arbeitsverhältnis nicht unmittelbar, aber der Arbeitgeber schuldet dem Arbeitnehmer die Eingliederung sozialrechlticher Anforderungen.

Für die STW sind auch die jeweiligen Gesundheitsrisiken zu berücksichtigen. In § 5 Absatz 4 wird die betriebliche Gefährdungsbeurteilung ausdrücklich als Entscheidungshilfe für Rehabilitationsleistungen genannt. In § 4 Nummer 6 ArbSchG wird der Arbeitgeber verpflichtet, schon bei Gefährdungsbeurteilung die besonderen Gefährdungen für behinderte Arbeitnehmer zu berücksichtigen, denn nur so kann der Arbeitgeber seiner besonderen Anpassungspflicht nachkommen. Näheres zu den Mitwirkungspflichten können Integrationsvereinbarungen regeln.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 44 SGB IX Stufenweise Wiedereingliederung
Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/NV345555


Informationsstand: 26.08.2008

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