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Bibliographische Angaben zur Publikation

Hat die Art beruflicher Bildungsmaßnahmen einen Einfluss auf die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben?

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Tesmer, Inka; Radoschewski, Friedrich Michael; Erbstößer, Sabine [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Sonderausgabe, Seite 259-261, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


Um die externe Qualitätssicherung der Rentenversicherung bei Leistungen zur Teilhabe zu gewährleisten, wurde 2004 ein Fragebogen entwickelt, der die Reintegrationsergebnisse und die subjektive Zufriedenheit der Rehabilitanden erfasst. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über die drei großen beruflichen Bildungsleistungen, Qualifizierungsmaßnahmen, Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung und Integrationsmaßnahmen. Von besonderem Interesse ist dabei, ob die Art der Bildungsmaßnahme die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben beeinflussen kann.

Grundlage für eine solche Analyse bildeten der Berliner Fragebogens und die Prozessdaten der Reha-Verlaufsstatistik. Ausgewertet wurden die Daten von 4014 Rehabilitanden, die in der ersten Hälfte des Jahres 2006 an einer beruflichen Reha-Maßnahme teilnahmen und eine der drei Bildungsleistungen in Anspruch nahmen. Dabei nahmen mehr als die Hälfte an einer Aus- und Weiterbildungsmaßnahme teil. Der Wiedereingliederungserfolg wurde anhand der Angaben der Rehabilitanden zu ihrer Erwerbstätigkeit seit Abschluss der Maßnahme gemessen. Als mögliche Prädiktoren wurden Veränderungen des Gesundheitszustandes, die Erkrankung, die Grund für die Antragstellung war, die Art der beruflichen Stellung sowie der Erwerbsstatus vor der Antragstellung in Betracht gezogen.

Die Ergebnisse hinsichtlich des Reintegrationserfolges zeigen signifikante Unterschiede zwischen den Teilnehmern der drei Maßnahmearten. Auffällig war, dass die Teilnehmer einer Aus und Weiterbildungsmaßnahme häufiger erfolgreich waren als diejenigen die an einer Qualifizierungs- oder Integrationsmaßnahme teilnahmen. Zwischen diesen beiden letzten wurden keine Unterschiede sichtbar. Ein größerer Unterschied zwischen Aus- und Weiterbildungsmaßnahme und Qualifizierungs- oder Integrationsmaßnahme konnte in der Rehabilitandenstruktur beobachtet werden. So waren die Teilnehmer von Integrationsmaßnahmen im Vergleich zu Teilnehmern einer Aus- und Weiterbildungsmaßnahme häufiger älter, kränker und vor der Antragstellung arbeitslos.

Abschließend ist festzustellen, dass die Art der Bildungsmaßnahme keinen erkennbaren Einfluss auf die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben hat. Vielmehr spielen persönliche Merkmale und Kontextfaktoren eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass die Absolventen beruflicher Bildungsmaßnahmen eine sehr heterogene Gruppe darstellen, was in die Interpretation der Reintegrationsquoten mit einbezogen werden muss. Prognostische Faktoren zur Steuerung der Leistungszuweisung lassen sich bislang nicht ableiten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung '| REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV345540


Informationsstand: 07.08.2008

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