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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit einer Schwerbehinderung - Eine Verbleibstudie

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Köhn, Stefanie; Streibelt, Marco; Müller-Fahrnow, Werner


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Sonderausgabe, Seite 252-254, Köln: Eigenverlag


Jahr:

2008



Abstract:


Für Arbeitslose mit anerkannter Schwerbehinderung ist die Wahrscheinlichkeit der Rückkehr aus der Arbeitslosigkeit weit unterdurchschnittlich. Die Integrationsfachdienste, die seit 2001 als ambulante Dienstleister bundesweit die traditionelle Wiedereinglinen unterstützen, werden im Auftrag der Arbeitsagenturen, der Integrationsämter und auch der Träger der Rentenversicherung mit der Arbeitsvermittlung und Begleitung des beruflichen Eingliederungsprozesses von schwerbehinderten Menschen beauftragt.

Die Autoren gehen der Frage nach, welche personenbezogenen oder betrieblichen Faktoren die Nachhaltigkeit einer durch den Integrationsfachdienst vermittelten und begleiteten beruflichen Wiedereingliederung schwerbehinderter Menschen beeinflussen.

Interviewt wurden 87 schwerbehinderte Personen, die zwischen 2001 und 2004 vom Integrationsfachdienst Berlin-Süd in ein Arbeitsverhältnis des ersten Arbeitsmarktes vermittelt wurden, das mindestens sechs Monate andauerte.

Erfragt wurden Informationen zum beruflichen Verlauf seit der Vermittlung, Merkmale des Betriebes, die subjektive Einschätzung der Arbeitsverhältnisse sowie personenbezogene Daten. Als Zielvariable gilt die Anzahl an Monaten im erstvermittelten Arbeitsverhältnis in den ersten drei Jahren.

Die kumulierte Wahrscheinlichkeit für das Bestehen des erstvermittelten Arbeitsverhältnisses ohne Kontrolle von Prädikatoren beträgt nach einem Jahr 92 Prozent, nach zwei Jahren 69 Prozent und nach drei Jahren 47 Prozent.

Die Prädikatoren für die Nachhaltigkeit der beruflichen Wiedereingliederung können in die Bereiche personenbezogene Faktoren, betriebliche Merkmale und subjektive Einschätzung unterteilt werden. Bei der abschließenden Kontrolle erweisen sich eine psychische und eine Sinnesbehinderung, die Passgenauigkeit und die Verwendung beruflicher Vorkenntnisse als signifikant. Betriebliche Merkmale hingegen verlieren ihre Vorhersagekraft.

Mit der Analyse konnten subjektive und betriebliche Faktoren gleichermaßen als Prädikatoren für die Dauer des vermittelten Arbeitsverhältnisses geprüft werden, allerdings hat die Studie aufgrund der geringen Stichprobengröße nur eine eingeschränkte Aussagekraft.

Die Ergebnisse sind sowohl für die Wiedereingliederung von schwerbehinderten Menschen als auch generell für den langfristigen Erfolg beruflicher Integrationsmaßnahmen bedeutsam.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung '| REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV345537


Informationsstand: 18.07.2008

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