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Bibliographische Angaben zur Publikation

Lieber keine Reha? Rehabilitationsbedürftigkeit und Reha-Antragsverhalten bei Versicherten der DRV Westfalen aus kleinen und mittleren Unternehmen - Ergebnisse aus der KoRB-Studie

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Heuer, Jochen; Hesse, Bettina; Gebauer, Erika


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Seite 183-185, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


Im Rahmen der KoRB-Studie (Kooperation Rehabilitation und Betrieb) wurden zum ersten Mal verschiedene Akteure aus kleinen und mittleren Unternehmen zu verschiedenen Aspekten der Rehabilitation befragt.

So wollte man eventuelle Informationsdefizite, Imageprobleme und Kooperationsschwächen aufdecken und durch die Erkenntnisse eine verbesserte Akzeptanz von Rehabilitationsmaßnahmen erreichen.

Zudem wurde das Ausmaß des Reha-Bedarfs in KMU erhoben, Hinderungsgründe bei der Reha-Antragstellung im betrieblichen Kontext aufgedeckt und nach geeigneten Personengruppen für die Früherkennung von Reha-Bedürftigkeit gesucht.

46 Prozent der Versicherten gaben an, Reha-Bedürftigkeit zu fühlen, wobei sie orthopädische Erkrankungen als häufigsten Grund nannten. Die Versicherten wurden gebeten, ihre Rehabilitationsbedürftigkeit auf einer Skala einzuschätzen.

Dabei fiel auf, dass von den Versicherten, die ihre Rehabilitationsbedürftigkeit als sehr hoch einschätzten, etwa 40 Prozent nicht beabsichtigten, in den nächsten zwölf Monaten einen Antrag auf Rehabilitation zu stellen. Gründe, die einer Antragstellung entgegenstehen, seien eine ablehnende Haltung der Vorgesetzten, hohe Zuzahlungen oder die Wahrnehmung einer nur geringen Bewilligungschance.

Diese Hinderungsgründe können durch Informationsmaßnahmen weitgehend entkräftet werden, denn in der Regel sind die Arbeitgeber in KMU einer Rehabilitation gegenüber positiv eingestellt.

Des Weiteren stellte sich heraus, dass die tatsächliche Höhe der Zuzahlungen den Befragten oftmals unbekannt und der Gedanke einer nur geringen Bewilligungschance bei einer realen Bewilligungsquote von 69 Prozent weitgehend unbegründet ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung '| REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV345519


Informationsstand: 08.07.2008

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