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Bibliographische Angaben zur Publikation

Entwicklung von ICF-Core Sets für die berufliche Rehabilitation

Vortrag auf dem Zwanzigsten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 14. bis 16. März 2011 in Bochum



Sammelwerk / Reihe:

Nachhaltigkeit durch Vernetzung


Autor/in:

Gläßel, Andrea; Finger, Michael; Escorpizo, Reuben [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2011, Seite 98-99


Jahr:

2011



Abstract:


Hintergrund:

Mit der Internationalen Klassifikation für Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) steht ein System zur Verfügung, auf dessen Grundlage das typische Spektrum der Funktionsfähigkeit von Menschen in der beruflichen Rehabilitation und unter Berücksichtigung der Umwelt, in der sie leben, beschrieben werden kann (WHO, 2001). Die ICF-Klassifikation ist mit ihren über 1.400 ICF-Kategorien jedoch für die Anwendung in der klinischen Praxis zu umfangreich und es werden entsprechende Werkzeuge, wie zum Beispiel 'ICF Core Sets' für die Praxis und Forschung benötigt.

Ein ICF Core Set soll einerseits möglichst wenige Kategorien enthalten, um praktikabel zu sein. Andererseits muss es so viele Kategorien wie notwendig beinhalten, um das prototypische Spektrum an Einschränkungen der funktionalen Gesundheit einschließlich der Kontextfaktoren abzubilden (Cieza et al., 2004). Die berufliche Rehabilitation zeichnet sich aus durch ihre vielfältig beteiligten Akteure. Aus diesem Grunde ist es für einen zielgerichteten, koordinierten Rehabilitationsprozess von Vorteil, diesen in Zukunft auf einer gemeinsamen Sprache und Referenz abzustützen (Escorpizo et al., 2010).

In Kooperation mit der Schweizerischen Unfallversicherung (SUVA), der Rehaklinik Bellikon, der ICF Forschungsstelle an der Schweizer Paraplegiker Forschung, Nottwil und mit der Abteilung für Classification, Terminology and Standards (CTS) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und zahlreichen Partnerorganisationen wurden ICF Core Sets für die berufliche Rehabilitation entwickelt.

Ziel des Projekts:

Das Ziel des Projekts war die Entwicklung von ICF-Core Sets für die berufliche Rehabilitation. Für den Einsatz der ICF in der beruflichen Rehabilitation werden zwei unterschiedliche ICF-Core Sets entwickelt, ein sogenanntes 'Umfassendes ICF-Core Set' und ein 'Kurzes ICF-Core Set'.

Methodik:

Als Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung von ICF-Core Sets für die berufliche Rehabilitation wurden von 2008 bis 2010 Daten in vier Vorbereitungsstudien erhoben:
(1) Patientenbefragungen, um die häufigsten Probleme der Betroffenen zu identifizieren,
(2) Patientenbefragungen anhand qualitativer Methoden von Fokusgruppen
(3) Internetbasierte Expertenbefragung und
(4) systematischem Literaturreview, um die wichtigsten in der Literatur enthaltenen Outcome-Kriterien für berufliche Rehabilitation zu identifizieren.

Ergebnisse:

Die Verabschiedung der ICF-Core Sets für die berufliche Rehabilitation erfolgte evidenzbasiert auf der Grundlage der Ergebnisse der vier Vorbereitungsstudien in einem internationalen Konsensus-Prozess im Mai 2010. Für das Umfassende ICF Core Set für die berufliche Rehabilitation wurden aus den Komponenten Aktivität und Partizipation, Körperfunktionen und Umweltfaktoren 90 ICF Kategorien und für das Kurze ICF Core Set 13 ICF Kategorien der 2. Ebene ermittelt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '20. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Nachhaltigkeit durch Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV336609


Informationsstand: 29.03.2011

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