Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Stärke durch Vernetzung - Potenzial einer Kooperation im betrieblichen Eingliederungsmanagement mit Großbetrieben

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Kulick, Barbara; Stapel, Matthias


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 228-230, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Seit 2005 führt die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz verschiedene Kooperationspartner eines Netzwerks in dem Modellprojekt 'Stärke durch Vernetzung' zusammen, um den gesamten Prozess der medizinischen Rehabilitation nachhaltig zu verbessern. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten können chronifizierende Krankheitsprozesse frühzeitig erkannt und Rehabilitationsmaßnahmen zügig eingeleitet werden.

Das Modellprojekt, vorgestellt von Kulick und Stapel von der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, erstreckt sich auf die Indikationsbereiche Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems, Psychosomatische Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen. Behandelt werden die Rehabilitanden in Einrichtungen, die sich zur Anwendung eines modifizierten Verfahren im Umgang mit den Rehabilitanden bereit erklärten.

In einem korrelativen Forschungsdesign mit den Messzeitpunkten Aufnahme, Entlassung und Einjahreskatamnese wird derzeit anhand einer konsekutiv gewonnenen Stichprobe untersucht, inwieweit das Potential dieses Netzwerkes ausreichend ist. Mittels eines standardisierten Messverfahrens wird der Verlauf der Erkrankung über den Beobachtungszeitraum abgebildet.

Seit Beginn des Modellprojekts haben insgesamt 220 Rehabilitanden mindestens eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme im Rahmen des Modellprojekts abgeschossen. Nur bei etwa der Hälfte der Rehabilitanden ist ein Eilverfahren durchgeführt worden. Zudem fällt auf, dass die Arbeitsunfähigkeitszeiten innerhalb des vergangenen Jahres über den bisherigen Beobachtungszeitraum bei 35,4 Prozent der Rehabilitanden mehr als drei Monate und länger dauerte. Von ihnen konnten 25 Prozent die medizinische Rehabilitation als arbeitsfähig abschließen. Weisen Rehabilitanden innerhalb eines Jahres vor Antragstellung zur medizinischen Rehabilitation Arbeitsunfähigkeitszeiten von bis zu drei Monaten auf, wird diese von 81 Prozent als arbeitsfähig beendet.

Die Beurteilungen aus Sicht der Rehabilitanden sind überwiegend positiv. Besonders die Erläuterung von Vorteilen frühzeitiger Rehabilitation und der Alltagsbezug werden von mehr als 85 Prozent der Versicherten als gut bis sehr gut bewertet. Die enge Kooperation spiegelt sich auch im Unternehmensverbleib wider.

Die Ergebnisse, so die Autoren, geben Anlass, auch im Rahmen von Unterstützungsleistungen des gesetzlichen Auftrags zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement auf regionaler Ebene flächendeckende Kooperationen mit Unternehmen einzugehen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X29


Informationsstand: 29.04.2009

in Literatur blättern