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Bibliographische Angaben zur Publikation

Was ich sonst noch sagen wollte! - Eine Auswertung von Freitextangaben einer Befragung nach beruflicher Rehabilitation

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Mohnberg, Inka; Radoschewski, Friedrich Michael; Erbstößer, Sabine


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 222-224, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Der 2004 entwickelte Berliner Fragebogen zur beruflichen Rehabilitation wird zur externen Qualitätssicherung der Deutschen Rentenversicherung eingesetzt und ein halbes Jahr nachdem eine berufliche Bildungsmaßnahme abgeschlossen ist durchgeführt um die Zufriedenheit und die Reha-Ergebnisse zu erfassen.

Dieses Instrument versucht mit der Kürzung, Überarbeitung und der verbesserten Anpassung der Fragen an Integrations- und Qualifizierungsmaßnahmen den Rücklauf zu verbessern. Anhand einer Pilotbefragung gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurde den Teilnehmern die Möglichkeit geboten am Ende des Fragebogens Anmerkungen zur beruflichen Rehabilitation zu machen.

Über eine Dauer von vier Monaten setzten fünf Träger der Deutschen Rentenversicherung und der DGUV den überarbeiteten Fragebogen ein. Dabei wurden 1392 freitextliche Angaben von Rehabilitanden untersucht und nach Themenbereichen in einer Access-Datenbank aufbereitet. 12 Hauptkategorien mit insgesamt 120 Subkategorien konnten ausgemacht werden.

Fast jeder Zweite hat die Möglichkeit genutzt, zusätzliche Informationen zu geben, insbesondere Frauen und Ältere. Dabei reicht das Spektrum von kurzen Kommentaren bis hin zu mehrseitigen Berichten. Bei insgesamt 3524 Einzelinformationen bezogen sich die häufigsten Nennungen auf die Zufriedenheit mit der Maßnahme. Genauso häufig war jedoch auch die Unzufriedenheit über eine unzureichende Berücksichtigung des Gesundheitszustandes seitens der Maßnahmeträger. Ein weiteres Themengebiet umfasst die Antragstellung, den Maßnahmeverlauf sowie die Reintegration in das Arbeitsleben.

Auffällig ist die hohe Auseinandersetzung der Befragten mit der Qualität der Maßnahmen und der Leistungserbringer. Eine starke Polarisierung der Hinweise und Kritiken spricht trotz der Subjektivität der Beurteilungen für ein erhebliches Qualitätsgefälle zwischen den Leistungserbringern. Besonders betroffen sind Integrationsmaßnahmen.

Eine kontinuierliche Teilnehmerbefragung eignet sich hervorragend um bei der Auswahl der Leistungserbringer hohe und vergleichbare Qualitätsparameter zu gewährleisten. Aus Sicht der Teilnehmer sind die Rehabilitandengruppen in den Maßnahmen zu inhomogen, in Bezug auf Vorbildung und Leistungsvermögen. Dieses spricht, wie die zum Teil geringe Nachfrage nach der erreichten Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt, für Reserven in der Steuerung der Leistungszuweisung.

Ob sich zwischen den Subgruppen von Teilnehmer unterschiedliche Maßnahmebewertungen in den Freitextangaben finden lassen, wird dadurch geprüft, dass die Freitextangaben mit den Fragebogenangaben und den Routinedaten verknüpft werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X26


Informationsstand: 29.04.2009

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