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Bibliographische Angaben zur Publikation

Evaluation der individualisierten Qualifizierung mit Blended Learning in der beruflichen Rehabilitation

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Spijkers, Wilhelmus; Griesbach, Anke; Kleon, Sandra [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 218-219, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Im Berufsförderungswerk Michaelshoven Köln werden seit 2004 Qualifizierungsprozesse individuell gestaltet und mit Tele-Tutoring Anteilen flexibilisiert. Dies ermöglicht die Realisierung von Präsenz- und Onlinephasen und soll zu einer wachsenden Teilnehmerzentrierung und Handlungsorientierung führen.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Modellprojekts, das von Spijkers, Griesbach, Kleon und anderen vorgestellt wird, wurde die individualisierte Qualifizierung mit Tele-Tutoring Anteilen evaluiert. Für die Evaluation war der Lehrstuhl für Berufliche Rehabilitation der RWTH Aachen verantwortlich.

Die Projektziele Subjektorientierung, Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit, Effizienz und Erhöhung der Qualität der Maßnahmen wurden anhand des kombinierten Evaluationsmodells nach Donabedian und Kirkpatrick überprüft. Die formative Evaluation erfolgte auf Seiten der Teilnehmer und Mitarbeiter anhand von Wochenberichten. Es wurden zwei Lehrgänge mit insgesamt 21 Teilnehmern individuell qualifiziert.

Die Passung des Projekts in die Rahmenbedingungen und strukturellen Gegebenheiten kann auf Ebene der Strukturqualität als gegeben beurteilt werden. Es zeigte sie auch, dass die durchschnittlich aufgewandte Arbeitszeit im Rahmen der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit liegt.

Allerdings lassen sich Unterschiede zwischen regulären Qualifizierungsverläufen und der individualisierten Qualifizierung der Bürokaufleute mit Tele-Tutoring feststellen. Mit den Teilnehmern wurden in Einzelcoachings individuelle Integrationsziele entwickelt und ihre Qualifizierung darauf abgestimmt. Zudem wurden Differenzierungsmaßnahmen durchgeführt und Zusatzqualifikationen ermöglicht.

Die Teilnehmer bewerten die Umsetzung der Ziele auf einer Notenskala von eins bis sechs im zufriedenstellenden Bereich. Mit steigenden praktischen und individuellen Anteilen lag die Bewertung der Subjektorientierung und der Orientierung am Arbeitsmarkt im guten Bereich. Die zeitliche Planung wurde mit einem Mittelwert von 2.2 als effizient eingestuft.

Zusätzlich wurden die IHK-Abschlussnoten und die Vermittlungsquoten verglichen. Von den elf Projektteilnehmern schlossen acht im Januar 2008 ihre Ausbildung mit einer Durchschnittsnote von 2,6 ab. Die Durchschnittsnote im regulären BK-Lehrgang betrug 3,1. 75 Prozent der acht Absolventen konnten zudem neun Monate nach Prüfungsende in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Verknüpfung des Individualisierungsansatzes mit Tele-Tutoring vorteilhaft ist. Aufgrund der guten Ergebnisse wurde die Individualisierung mit Tele-Tutoring auf den gesamten Qualifizierungsort ausgeweitet.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Berufsförderungswerk Köln | REHADAT-Adressen
Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X24


Informationsstand: 29.04.2009

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