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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gesetzliche und sozialpolitische Rahmenbedingungen für den Einsatz von behinderungskompensierenden Technologien am Arbeitsplatz

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Groskreutz, Henning; Welti, Felix


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 216-217, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Der Einsatz von behinderungskompensierenden Technologien (bkT) zur Arbeitsplatzgestaltung und Ausstattung ist im Bereich der Leistungen zur Teilhabe von behinderten Menschen ein wichtiges Instrument. Groskreutz und Welti informieren in dem Artikel über gesetzliche und politische Rahmenbedingungen für den Einsatz von behinderungskompensierenden Technologien am Arbeitsplatz.

Der Untersuchungsgegenstand wurde mit einem leitfadengestützten Expertengruppeninterview eingegrenzt. Die Ergebnisse ergänzten die aus juristischen Recherchen gesammelten gesetzlichen Normen. Diese wurden anhand der juristischen Methoden ausgelegt, wobei nach dem Wortlaut, dem historischen Zusammenhang, dem Sinn und Zweck und dem systematischen Kontext der Normen gefragt wurde.

Im ersten Teil des SGB IX ist ein Handlungsprogramm für die Träger der Rehabilitation zur Leistungsgewährung in Form von bkT enthalten. Dies sind vor allem Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur medizinischen Rehabilitation. Im zweiten Teil ist der Einsatz von bkT im Rahmen der begleitenden Hilfen im Arbeitsleben für das Integrationsamt geregelt.

Die Autoren bemerkten, dass insbesondere der durch die Rechtsprechung des BSG geprägte Begriff der Hilfsmittel einer näheren Betrachtung bedürfe. Die Definition fasst nur körperliche Gegenstände unter den Hilfsmittelbegriff. Der Einsatz von bkT würde allerdings erfordern, dass auch technologiegestützte Dienstleistungen erfasst werden. Eine gesetzliche Klarstellung oder eine erweiternde Auslegung des Begriffs Heilmittel wäre hierzu notwendig.

Abschließend bemerken die Autoren, dass der Einsatz von bkT je nach vorhandenen persönlichen Anspruchsvoraussetzungen des behinderten Arbeitnehmers auf ein differenziertes Normengeflecht zurückgeführt werden kann. Für die Erschließung der Potenziale von bkT im Arbeitsleben seien auch die öffentlich-rechtlichen Pflichten zur Barrierefreiheit wichtig. Durch sie bekämen Menschen mit Behinderung erst die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz zu erreichen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

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Referenznummer:

R/NV3358X23


Informationsstand: 29.04.2009

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