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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Weg zur Wiedereingliederung durch Bewerbungshandeln von RehabilitandInnen während der beruflichen Rehabilitation

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Flach, Thorsten; Begerow, Bettina; Schmidt, Christof


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Sonderausgabe, Seite 214-215, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


Das neue Reha-Modell in der beruflichen Rehabilitation soll eine stärkere Orientierung an der Integration in Arbeit verfolgen. Dabei soll der Reha-Prozess individueller und aktivierender werden. Ziel der Studie, über die Flach, Begerow und Schmidt informieren, war, den Weg zur Wiedereingliederung in Arbeit während der beruflichen Rehabilitation anhand von Bewerbungsaktivitäten, bewerbungsspezifischen Erwartungen, Hilfebedarf der Rehabilitanden sowie ihres gesundheitlichen Befindens zu untersuchen.

In dem von der Deutschen Rentenversicherung geförderten Modellprojekt wurden 517 Rehabilitanden aus zehn Berufsförderungswerken zum ersten Zeitpunkt einer Längsschnittstudie befragt. Es wurden Bewerbungsaktivitäten, erlebte soziale Unterstützung durch Personen des sozialen Umfelds, der Hilfebedarf für die Erstellung von Bewerbungsmappen, Stellenrecherche und Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche erhoben.

Vier Wochen vor Beendigung einer zweijährigen beruflichen Qualifizierung hatten 29 Prozent der Rehabilitanden keine Bewerbungsaktivitäten durchgeführt, 55 Prozent standen im offenen Bewerbungsprozess und 16 Prozent hatten eine Stellenzusage erhalten. Unter den Nichtaktiven waren häufiger Frauen und Personen ohne Berufsabschluss. Unterschiede zeigten sich auch je nach körperlichen und psychischen Gesundheitsempfinden, der beruflichen Selbstwirksamkeit und der bisherigen Bewerbungserfahrungen. Dabei nahm der erlebte Hilfebedarf mit dem Fortschritt im Bewerbungsprozess ab.

Insgesamt habe sich gezeigt, dass etwa zweidrittel der Rehabilitanden vor Abschluss einer zweijährigen Qualifizierung bewerbungsaktiv waren. Außerdem unterscheiden sie sich bezüglich ihrer beruflichen Selbstwirksamkeit und bewerbungsspezifischen Erfahrungen bedeutsam von der anderen Gruppe. Dabei könnte es sich um Merkmale handeln, die darüber entscheiden, ob jemand bewerbungsaktiv wird.

Zurzeit wird eine Nachbefragung der Rehabilitanden sechs Monate nach Beendigung der Qualifizierung durchgeführt. Diese kann drüber Auskunft geben, ob sich in der Gruppe der Nichtaktiven ein Teil von Rehabilitanden verbirgt, der mit gezielten Bewerbungsaktivitäten nach der Qualifizierung ins Arbeitsleben integriert sein wird.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X22


Informationsstand: 23.04.2009

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